Hitze Überstunden für Gärtner und Ensinger

Kreis Ludwigsburg / Frank Ruppert 28.07.2018

Die BZ hat sich im Kreis umgehört, was die Sommerhitze anrichtet. „Natürlich wird derzeit häufiger gegossen als sonst“, erklärt Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadt Bietigheim-Bissingen zur Arbeit der Stadtgärtner. „Aufgrund der Witterung wird dieses Wochenende auch Sonntags gegossen“, so Hochmuth weiter. Es gebe schon seit Jahren ein Niederschlagsdefizit und vielen Bäumen in der Stadt sehe man das an. Die Straßen der Gemeinde seien dagegen nicht von Schäden betroffen.

Vor eine Herausforderung stellt die Sommerhitze Tierpfleger. „Wir haben im Tierheimhof ein Wasserbecken für Hunde aufgestellt, in das sie nach dem Spaziergang rein können. Des Weiteren sind die Gassigeher angehalten, kürzere Spaziergänge zu machen“, erklärt Christoph Bächtle vom Tierschutzverein Ludwigsburg, der auch das Tierheim betreibt. Einige Hunde mit sehr dichtem Fell habe man sogar geschoren, um die Hitze erträglicher zu machen.

70 Prozent mehr Getränke

Weniger Aufwand muss da der Erlebnispark Tripsdrill für seinen Tierpark betreiben, wie Pressesprecher Birger Meierjohann erklärt: „Wir haben hauptsächlich Tiere, die in Mitteleuropa heimisch sind, und die sind auch mal extreme Temperaturen gewohnt. Die Tiere suchen sich schon selbst ihre Schattenplätze.“ Trotzdem seien Tierpfleger derzeit besonders angehalten darauf zu achten, dass die Tiere genug trinken.

Grundsätzlich eine gute Nachricht ist das Wetter für Getränkeproduzenten wie Ensinger, „aber“, sagt Marketingchef Stefan Schurr „bei Temperaturen über 30 Grad wird es spannend, weil dann die Nachfrage sprunghaft steigt.“ In heißen Monaten werde schon mal bis zu 70 Prozent mehr produziert als sonst. Drei-Schicht-Betrieb und Sechs-Tage-Woche machen es möglich. Zwei größere Probleme gibt oder gab es diesen Sommer:  Durch die Ferienzeit werde das Leergut knapp, weil es meist bei den Leuten im Keller stehe. Das andere Problem sei ein Engpass bei der Kohlensäurelieferung. Ein technischer Defekt war Ursache. Der Wassernachschub versiege bei Ensinger nicht, weil man acht Entnahmestellen habe. Die AVL weist laut Sprecher Markus Klohr aktuell darauf hin, dass auf Häckselplätzen das Rauchen und die Ablagerung von Grillrückständen strengstens verboten sind. Aufgrund des hohen Laubholzanteils in den Waldungen des Landkreises sei die Brandgefahr dort jedoch nicht sehr hoch.

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