Freudental Tiefbrunnen: Freudental investiert 20.000 Euro für Prüfung

SUSANNE YVETTE WALTER 28.06.2013
In Freudental wagt man einen tiefen Blick in den eigenen Untergrund. Es geht um die Reinigung und eventuelle Sanierung der beiden Tiefbrunnen in Freudental.

Die Reinigung und eventuelle Wiederherstellung ihrer beiden Tiefbrunnen liegt der Gemeinde Freudental am Herzen. Die Verwaltung hat deshalb in Absprache mit den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen vorgeschlagen, mit einem spezielen TV-Gerät die Verhältnisse in den Brunnen genauer in Augenschein zu nehmen. Auslöser dafür war, dass im Laufe des letzten Jahres die Wasserausschüttung teilweise erheblich zurückgegangen war und Tiefbrunnen eins teilweise sogar trocken gelaufen ist, so dass keine Wasserentnahme mehr möglich war. "Dies hat im Sommer 2012 dazu geführt, dass der Wasserbezug von der Bodenseewasserversorgung (BWV) erhöht werden musste - in den Monaten Mai und Juni sogar über der vertraglich vereinbarten Wassermenge. Für diese Mehrmengen musste entsprechend auch tiefer in die Tasche gegriffen werden"", machte Bürgermeister Alexander Fleig klar.

Im Zuge der Maßnahme soll bei Tiefbrunnen eins auch eine neue Pumpe eingebaut werden, entschied das Gremium weiter. Die Maßnahme soll im August diesen Jahres realisiert werden. Aus Sicht der Verwaltung und der Stadtwerke ist dies eine erste wichtige Maßnahme zur langfristigen Sicherung der eigenen Trinkwasservorkommen. Nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahmen an Trinkwasserbrunnen eins sollte es dann bald an den zweiten Freudentaler Tiefbrunnen gehen, betonte Bürgermeister Fleig.

Bei den Beratungen zum Haushalt 2013 sprach das Gremium auch das Thema Wasserwerte und insbesondere Wasserhärte des Freudentaler Trinkwassers an. Nach der Trinkwasserverordnung muss die Gemeinde Freudental in jedem Jahr eine umfassende Untersuchung des Mischwassers aus dem Hochbehälter Freudental durchführen lassen, gab der Schultes bekannt. Das Ergebnis aus der letzten Untersuchung soll im Juli vorliegen.

Bei einer Besprechung mit dem Fachbereich Gesundheitsschutz und den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen im März sei herausgekommen, dass bei allen routinemäßigen Probeuntersuchungen des Mischwassers aus dem Freudentaler Hochbehälter sowie des Rohrwassers aus den beiden Tiefbrunnen sehr gutes Trinkwasser kommt. Die Wasserhärte lag bei der letzten Untersuchung bei 17,3 Grad deutscher Härte und ist dem Härtebereich "hart" zuzuordnen. Das von der BWV gelieferte Trinkwasser liegt bei neun Grad deutscher Härte und das Rohrwasser aus den beiden Tiefbrunnen bei 22 Grad deutscher Härte. Bei einem Anteil an Eigenwasser von 58,5 Prozent und 41,5 Prozent aus der Bodenseewasserversorgung ergibt sich eine Wasserhärte im Hochbehälter Freudental von 17 Grad deutscher Härte.