Tägliche Kolumne

knz 07.12.2018

Dass Reisen bildet ist hinlänglich bekannt. Wer wie ich das Glück hat das deutsche Schmuddelwetter für ein paar Wochen gegen die tropische Feuchtigkeit des Regenwalds einzutauschen, lernt eine Menge. Zum Beispiel, wie Brüllaffen schreien, wenn sie den Anschluss an den Rest der Familie verlieren, wie Ameisenbären klettern oder warum Faultiere ein flauschiges Hinterteil haben. Fürs Leben lernt man aber vor allem bei Dingen, die nicht so gut liefen. So war das mit Sicherheit die letzte Flugreise für mich mit einem Zwischenstopp in den USA. Die Reisevorschriften machen dort leider das Erreichen eines Anschlussfluges fast unmöglich. Man lernt auch ein gutes Stück Gelassenheit, wenn man sich abhetzt, einen ICE zu erreichen, der dann ohnehin Verspätung hat. Nach 24 Stunden Anreise lernt man dann schließlich, dass die Welt klein ist, wenn man am Rande des Regenwalds auf einen Vaihinger trifft.

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