Tägliche Kolumne

knz 10.09.2018

Bietigheim-Bissingen scheint zum Großteil ehrliche Einwohner zu haben. Schon mehrmals habe ich jetzt mein Fahrrad nächtlich irgendwo geparkt – nicht abgeschlossen und gut sichtbar.  Und das nicht etwa, weil ich testen wollte, ob Langfinger unterwegs sind, sondern schlicht weil ich es dort vergessen habe. Der Schock am nächsten Morgen (beziehungsweise auch schon nach einem kompletten Wochenende) war groß. „Ey Mann, wo is’ mein Fahrrad“, hab ich mir da erst mal überlegt. Als es mir wieder einfiel, war klar: Das hat sicher einer mitgenommen. Doch das treue Stahlross stand stets genau da, wo abgestellt. Nun ist das ja erfreulich. Aber ich habe das Gefühl, dass sich eine gewisse Leichtsinnigkeit einschleicht und das Radl die Nacht immer öfter im Freien verbringen muss. Es passiert ja nichts. Also: Wenn Sie ein herrenloses Fahrrad in der Dunkelheit stehen sehen, denken Sie an mich. Es wird sicher bald abgeholt.

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