Tägliche Kolumne

knz 03.09.2018

Ob Bauten am Ludwigsburger Schloss oder die Venezianische Messe, die dieses Jahr wieder stattfindet, immer wieder hatte der württembergische Herzog Carl Eugen in der Region die Hände im Spiel. Und so war er es auch, der den Bietigheimern 1792 die Erlaubnis zur Abhaltung eines Ross- und Viehmarkts erteilte und damit  den Grundstein für den heutigen Pferdemarkt schuf. 1793 fand der erste Markt statt, sodass das diesjährige Fest auf einer 225-jährigen Tradition beruht. Wenngleich mit Unterbrechungen: Im Jahr 1925 musste der Pferdemarkt „wiederbelebt“ werden. Erst ab da findet er in seiner heutigen Form statt. Ein entscheidender Unterschied war der Zeitpunkt: Während man 1793 am 1. März mit den Rössern handelte, verlegte man nun den Markttermin auf Anfang September. Eine weise Entscheidung: Bei der Fahrt mit dem Riesenkettenflieger Anfang März wäre es wahrscheinlich nicht ohne Frostbeulen abgegangen, und statt Bier wäre Glühwein das bevorzugte Getränk gewesen.

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