Tägliche Kolumne

knz 11.07.2018

Als Exil-Schwabe habe ich zwei Jahre im tiefsten Baden gelebt. Erst vor wenigen Wochen ging es wieder zurück in die Heimat. In der Zeit in Baden habe ich viel gelernt, gleich zu Beginn etwa, dass es die Menschen dort gar nicht ausstehen können, wenn man sie Badenser nennt. Ich habe auch festgestellt, dass die viel zitierte Feindschaft zwischen Badenern und Schwaben vor allem in Baden gerne ausgelebt wird, natürlich immer mit einem Augenzwinkern. Stolz sind die Badener zurecht auf ihre Landschaft und das schöne Wetter. Viele meiner Kollegen waren gar fassungslos, ob meines Entschlusses dieses schöne Fleckchen Erde zu verlassen und bedauerten mich wegen der drohenden Kehrwoche-Pflicht. Für mich war aber klar „ich will wieder nach Hause“. Dorthin wo die Brezeln schmecken, man „ade“ statt „alla gut“ und „Daimler“ statt „Benz“ sagt. Die Kehrwoche muss jetzt ich übrigens auch in Schwaben nicht machen.

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