Tägliche Kolumne

knz 09.07.2018

Wenn ich die  Fußballübertragungen auf meiner Terrasse über den Dächern von Bietigheim-Bissingen anschauen möchte, bin ich auf das Internet angewiesen. Das hat den Nachteil, dass ich die Reaktion auf Torschüsse und Fouls immer etwa zwei Sekunden später als die Nachbarn höre, da deren Kabelanschlüsse und Satellitenschüsseln schneller sind. So auch am Samstag beim Spiel Kroatien gegen Russland. Irgendwo im Ellental hatte sich eine  kroatische Fraktion zum Jubeln gebildet, während die russischen Parteigänger sich in den Kreuzäckern versammelt hatten. Sie meldeten sich lautstark, als kurz vor Schluss das  2:2 fiel, was mich gerade noch rechtzeitig aus meinem Halbschlaf riss, um das Tor live zu sehen. Beim Elfmeterschießen versuchte ich, an den Reaktionen zu erkennen, ob der Ball nun rein geht oder nicht. Das war gar nicht so einfach, weil sich Schreie der Enttäuschung aus der Ferne kaum vom Jubel unterscheiden. Dann folgte das Hupkonzert der Kroaten. Live und sofort.

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