Tägliche Kolumne

knz 07.07.2018

Auf Bali wird man einfach zum Millionär. Für 100 Euro erhält man 1,6 Millionen indonesische Rupiahs. Die Konfusion durch die vielen Nullen nutzen Geldwechsler bei Touristen gern schamlos aus. So werden vor den Augen der Urlauber die Kurse auf der Tafel verändert oder plötzlich 30 Prozent Kommission gefordert. Ganz gewiefte Trickser lassen kurz vor der Übergabe des abgezählten Geldes einige Scheine wie durch Zauberhand verschwinden. Dass wir durch solche Erfahrungen sensibilisiert sind, wird einem Taxifahrer zum Verhängnis. Der verlangt nach einer Kurzstrecke 20 000 Rupiahs statt der auf dem Taxameter angezeigten 8500. Wir zahlen natürlich nur den angegebenen Betrag und jagen den vermeintlichen Abzocker mit Schimpf und Schande davon. Zu Unrecht, wie sich bei einer Internet-Recherche herausstellt: Der Mindestpreis für eine Taxifahrt beträgt tatsächlich 20 000 Rupiahs. Vielleicht kann ihm ja der Geldwechsler, der uns um 40 000 Rupiahs betrogen hat, die Differenz erstatten.

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