Tägliche Kolumne

knz 22.06.2018

Überflüssiges mit anderen zu teilen liegt im Trend. Ob das gerade nicht benötigte Auto beim Carsharing oder zu viel eingekauftes Essen. Da dachte sich jüngst Susanne, eine pfiffige Mutter aus Bietigheim: Warum nicht auch die übrigen Sandspielsachen meiner Kinder einfach im Sandkasten liegen lassen. Mit Mühe beschriftete sie jedes einzelne Stück mit dem Namen des Spielplatzes und erklärte ihrem ältesten Sprössling geduldig, warum er jetzt nur noch die Hälfte der Spielsachen mit nach Hause nehmen darf.

Vor allem Väter, die auf dem Spielplatz gerne mal mit leeren Händen ankommen, sollte diese Geste eigentlich freuen. Doch lange währte diese Freude nicht. Denn das Sozialexperiment scheiterte krachend: Stück für Stück verschwanden die Sandelsachen binnen kürzester Zeit wieder. Sehr zur Frustration von Susanne, die ihren übrigen Kleinkram zukünftig lieber wieder im Keller hortet.  

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel