Jetzt sind sie vorbei, die Olympischen Winterspiele in Korea. Toll war’s und erfolgreich für das Team Deutschland. Eine Sportart wird mir im Gedächtnis haften bleiben, auch wenn sie nun für vier Jahre wieder in der Versenkung verschwindet – zu Unrecht: Curling. Nicht nur ästhetisch, auch sportlich ist Curling für mich die unterschätzteste Wintersportart. Es ist spannend, den Schachzügen zu folgen, das Kopfzerbrechen zu spüren und die Anspannung der Sportler. Täglich vier Stunden im Fitnessstudio, erzählte eine Schweizer Curlerin, seien notwendig für die konzentrierte Haltung und die Kraft, um den Stein aus schottischem Marmor zu schieben. Auch den Besen zu kehren sei sehr anstrengend. Schade war nur, dass keine deutschen Curling-Sportler bei den Olympischen Spielen dabei waren. Es gibt zu wenig Vereine, heißt es. Bietigheim-Bissingen ist die Stadt des Eissports. Wie wäre es mit einer Curling-Abteilung?