Ja, ich bin ein Fan der Oscar-Verleihung. Alle Jahre wieder. Meine Versuche über Jahre hinweg, nachts aufzubleiben, habe ich an dieser Stelle ja schon beschreiben. In diesem Jahr, dem Dienstplan der Redaktion sei Dank, habe ich es erstmals geschafft. Da ich Spätdienst hatte, konnte ich aufbleiben und alles live anschauen. Es war ein Vergnügen.  Die Preisverleihung ist sehr unterhaltsam im Einheitsbrei der TV-Angebote. Und meist wird man nicht enttäuscht, so auch nicht Sonntagnacht. Die verpatzte Ankündigung des besten Films – doch nicht „La La Land“ sondern „Moonlight“, der Trend hin zu politischen Statements der Stars, programmatisch auch die Verleihung an hauptsächlich sozialkritische Filme, die Tränen der Schauspielerinnen – ach, es ist so schön. Am besten aber war Moderator Jimmy Kimmel, der doch glatt eine Truppe Touristen wie im Zoo an den Promis entlangschleuste, herrlich. Übrigens: mein Wachbleiben war für die Katz’, die komplette Oscarnacht wurde am Montagvormittag wiederholt.