Die Gemeinde Walheim führt zum 1. März eine Vergnügungssteuer ein. Ob damit viel Geld in die Kasse kommt, ist zweifelhaft. Denn es gibt nur einen einzigen Spielautomaten im Ort.Bisher sei Walheim "vergnügungsfrei" gewesen, stellte Bürgermeister Albrecht Dautel jetzt im Gemeinderat fest. Er meinte jedoch eigentlich "vergnügungssteuerfrei". Das wird sich jetzt ändern. Denn der Gemeinderat hat eine Vergnügungssteuer beschlossen.

Kämmerer Jürgen Bothner schien schon das Geld zu zählen. Mit der Steuer wolle man Einnahmen für den Haushalt generieren, sagte er, betonte aber auch, dass eine gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen sei und die Gemeinde der Spielsucht entgegenwirken wolle. Doch ob wirklich nennenswert Geld in die Kasse kommt, ist zweifelhaft. Denn die Steuer trifft bisher nur einen einzigen Gastwirt im Ort, der einen Geldspielautomaten betreibt. Vor einigen Jahren hatte die Gemeinde durch eine Bebauungsplanänderung die Ansiedlung eines Spiellokals verhindert.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats wird Walheim einen Steuersatz von 20 Prozent erheben, mindestens jedoch 100 Euro vom Betreiber eines Spielgerätes verlangen. Die Gemeindeverwaltung hatte sich sogar mit einem Steuersatz von 15 Prozent, mindestens aber 60 Euro pro Gerät zufrieden geben wollen. Doch Sandra Horwath-Duschek (FWV) setzte sich mit ihrem entsprechenden Vorschlag im Gremium durch. Den Verwaltungsaufwand stufte der Kämmerer als gering ein. Die Betroffenen müssten jedes Quartal eine Steuererklärung abgeben. Die Vergnügungssteuer werde dann auf der Basis des elektronisch gezählten Bruttokassenbestandes erhoben, so Bothner.