Oberriexingen / Von Ifigenia Stogios  Uhr

Bei regnerischem Wetter begrüßte der Oberriexinger Bürgermeister Frank Wittendorfer die Anwesenden beim Spatenstich für den Funpark hinter dem Kleintierzüchterverein. Die Stadt hatte im März eine Crowdfunding-Aktion für den Bau des Parks gestartet. 10 000 Euro waren das Ziel, dann gebe es weitere 10 000 Euro von der VR-Bank. Diese Hürde haben die Oberriexinger locker genommen: Bei rund 27 000 Euro steht das Spendenbarometer aktuell.

Zahlreiche Kinder drehten ihre Runden auf der Fläche, auf der bis Ende Juni der Augsburger Konrad Willar einen Pumptrack bauen wird. Dort können sich die jungen Einwohner mit Laufrädern, Fahrrädern, Inlinern und Skateboards austoben. Die Fläche darf jedoch nicht gleich nach ihrer Fertigstellung genutzt werden. „Es vergehen noch zwei weitere Monate, weil sie noch begrünt werden muss. Die gesamte Fläche beträgt 800 Quadratmeter, davon sind dann 400 asphaltiert“, sagte Willar. Bereits kommenden Dienstag beginnt er mit dem Bau. Direkt ein paar Meter nebenan soll außerdem noch ein Spielplatz gebaut werden. Die Arbeiten beginnen in einem zweiten Bauabschnitt im September. Noch ist nicht bekannt, wer diese Aufgabe übernimmt. Der Funpark ist für die 600 Kinder und Jugendliche der kleinen Stadt „Das sind rund 20 Prozent unserer Bevölkerung“, sagte Wittendorfer. Insgesamt kostet der Park 221 000 Euro. 144 000 Euro werden aus der Stadtkasse entnommen, 76 000 Euro sind Fördermittel.

Klaus Schönthaler von der VR-Bank Asperg-Markgröningen sagte: „Wir haben für alles, was die Jugend betrifft, ein offenes Ohr.“ Er leitet das Crowdfunding und betonte, dass es selten so ein erfolgreiches Projekt gegeben habe. „Das liegt aber auch daran, dass Herr Wittendorfer sich mit mehreren Aufrufen stark dafür einsetzte“, lobte er den Bürgermeister. Ausgemacht war, dass die Bank Spenden von maximal 10 000 Euro verdoppelt. Bisher spendeten die Bürger 15 889 Euro. Mit der Unterstützung der Bank sind somit 25 899 Euro zusammen gekommen.

50 000 Euro gab es zudem an Fördergeldern für den Enztal-Radweg. Ursprünglich sollte damit eine Aufenthaltstelle mit Grillplatz gebaut werden, die das Landratsamt aber ablehnte. Wittendorfer darf den Betrag aber nun für den Park nutzen „mit der Maßgabe, dass der Radweg bis zum Funpark hergerichtet wird, damit die Radler beispielsweise auf dem Spielplatz eine Rast machen können.“

Bürgerbeteiligung und Transparenz sind dem Rathauschef wichtig: „Wir haben mit den Nachbarn gesprochen und mit den Kleintierzüchtern. Letztere wollen eine Volière einrichten, für die sie eine Fläche reserviert haben.“

Was er betonte: „Das Bauprojekt ist der Elterninitiative zu verdanken, die 2013 und 2014 mit der Idee auf den Gemeinderat zukam.“ Sie äußerte den Wunsch, dass ein Ort entsteht, wo Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen können. Ein erster Versuch verlief im Sand, vor zwei Jahren wurde ein neuer Anlauf genommen. „Sobald die ersten Bagger hier waren, sind die Kinder am Zaun gestanden und haben sich gefreut. Für uns ist ergreifend, was hier passiert“, sagte Meike Lischka von der Elterninitiative. Der Spendenaufruf endet am Sonntag um 14.52 Uhr. Mehr Infos online.

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