Veranstaltungen So viel Kultur in einem Jahr

sz 13.01.2018

Sommerpause? Pustekuchen Im Landkreis Ludwigsburg macht die Kultur nie Pause. Von Januar bis Dezember jagt ein kultureller Höhepunkt den anderen. Die Schatztruhe der Kultur im Kreis ist voll gepackt. Neben vielen großen Stars, wie bei den KSK Music Open vom 27. Juli bis 4. August, gibt es bei den Schlossfestspielen vom 5. Mai bis 21. Juli klassische Höhepunkte.  Manchen kulturellen Leckerbissen bietet aber auch das Kulturprogramm der Stadt Bietigheim-Bissingen, dessen Höhepunkt in diesem Jahr sicher das Bietigheimer Wunderland am 13. und 14. Juli ist, bei dem in der Altstadt Musik, Kabarett und Kleinkunst geboten wird.

Apropos Kleinkunst: Da sind die Bietigheimer schon desöfteren wegweisend für Trends gewesen. 2018 sind Django Asül (15. Februar), Stefan Waghubinger (16. März) nur zwei Namen unter einigen, die im Kleinkunstkeller auftreten werden. Kabarettistisch bietet auch Walheim einiges: Die aus dem Fernsehen bekannte Kabarettistin Barbara Winzierl verlässt am 2. Juni ihre Heimatbüne im Münchener Schlachthof, um im Cafe-Bricklebrit aufzutreten. Aus Dresden kommt das Kabarettensemble Kaktusblüte, das am 3. März zum Bönnigheimer Kulturfenster in den Kulturkeller am Burgplatz kommt.

Musiktheater zum Jubiläum

Neben den Schlossfestspielen bieten auch die Kulturämter der Städte Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg so einiges an Klassik. Im Kronenzentrum Bietigheim  spielt am 31. Januar der Pianist Nikolai Tokarev. Ludwigsburg feiert das Stadtjubiläum zum 300-jährigen Bestehen mit einem Musiktheater „Die Jahreszeiten“  im März. Und 30 Jahre Forum am Schlosspark wird am 17. März mit der Beethoven-Oper „Fidelio“ begangen. Cassandra Steen, Moses Pelham und Martin Haas sind „Glashaus“, die am 9. März im Scala auftreten. In der Ludwigsburger Kultinstitution gibt es das ganze Jahr über Rock, Pop, Blues, Kabarett, Swing und Lesungen.

Rock-, Schlager-, Opern- und Pop-Fans kommen bei den KSK Music Open nicht zu kurz: Dieter Thomas Kuhn, Scorpions James Blunt, Freundeskreis, Joan Baez und Opernstars werden erwartet.

Die Kunst nicht vergessen

Selbst Kommunen, die das Geld nicht so dicke haben, setzen auf die Kultur. Die Stadt Sachsenheim stellt alljährlich ohne große Kosten ein Programm auf die Beine, das überhaupt nicht provinziell ist: Boogie Woogie mit der „Boogie Connection“ gibt es da, Abendmahl-Jazzpop in der Stadtkirche, schwäbisches Kabarett mit Werner Koczwara, aber auch Tango und Beatboxing. Und auch Besigheim kann einiges bieten: Der berühmte Hesse Maddin Schneider gibt sich am 3. Februar die Ehre. Die Schauspielerin Natalia Avalon, die in der Rolle der Uschi Obermair bekannt wurde, kommt am 17. März mit der Interpretation von Songtexten. Ein Openair mit Abba-Musik wird am 12. August auf dem Kelterplatz veranstaltet. Neben all der Musik darf die darstellende Kunst nicht vergessen werden: Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen zeigt in ihrer Sommerausstellung Klassiker der Moderne. Bekannte Künstler sind bei „Im Bann der Nordsee. Die norddeutsche Landschaft seit 1900“ vertreten. Wann kann man schon mal ein Gemälde von Emil Nolde direkt vor der Haustüre sehen?

Im Bereich Tanztheater hat vor allem Ludwigsburg, die als heimliche Ballettstadt bezeichnet wird, einiges zu bieten. Bei den Schlossfestspielen zeigt Choreograf Alain Platel sein neuestes Stück „Requiem pour L.“, sicher wieder genauso spektakulär wie seine vorherigen Werke. Aber auch das städtische Kulturprogramm hat große Kompagnien im Angebot wie das „Ballet of Difference“. Es lohnt sich, einen Blick in die Veranstaltungsprogramme zu werfen. Mehr Kultur geht nicht.