Nach Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes soll der Bundesfreiwilligendienst seit seiner Einführung im Juli 2011 unter dem Motto „Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden“ eine Lücke schließen. Der Bundesfreiwilligendienst sei zu einem wichtigen Teil der Engagementkultur in Deutschland geworden, teilt das zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mit. Die BZ blickt in einem Schwerpunkt auf verschiedene Arten des Freiwilligendienstes im Landkreis.

Die Bundesfreiwilligen (Bufdis) leisten praktische Hilfstätigkeiten in gemeinnützigen Einsatzstellen und unterstützen mit ihrem Engagement Menschen und Organisationen, die auf Hilfe angewiesen sind. Die persönlichen Motive und Hintergründe der Freiwilligen sind dabei so unterschiedlich wie die Einsatzmöglichkeiten: Sie engagieren sich in Betreuung und Pflege, schützen die Umwelt und fördern die Kultur, sorgen dafür, dass der Ball rollt und die Integration funktioniert.

Bundesweit engagieren sich derzeit (Stand Dezember 2019) 40 880 Menschen im Bundesfreiwilligendienst, im Landkreis Ludwigsburg sind aktuell 252 Bufdis im Dienst (davon 144 Frauen und 108 Männer). Landesweit beenden jedes Jahr etwa 160 000 Schüler die Schule, im Schnitt waren in Baden-Württemberg 2019 etwa 5500 Menschen im Bundesfreiwilligendienst tätig.

Für Aufsehen hat Ende 2019 Susanne Eisenmann, Kultusministerin und Spitzenkandidatin der CDU für die nächste Landtagswahl, gesorgt. Sie hat sich für die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für alle Schulabgänger eingesetzt.

Info Weitere Texte zum Schwerpunkt gibt es auf den Seiten 11, 12, 13 und 14.