Walheim Rockmusik bis in die Magengrube

Chris Batke, Rena Weiß, Leon Huschka, Vladimir Kasner und Max Appel (von links) rockten als Band „Tried & Trusted“ die Wagenhalle im Walheimer Café Bricklebrit. Verstärkt wurden die fünf Musiker durch Zweitstimme Julia Bühler (zweite von links).
Chris Batke, Rena Weiß, Leon Huschka, Vladimir Kasner und Max Appel (von links) rockten als Band „Tried & Trusted“ die Wagenhalle im Walheimer Café Bricklebrit. Verstärkt wurden die fünf Musiker durch Zweitstimme Julia Bühler (zweite von links). © Foto: Foto. Roland Willeke
Kreis Ludwigsburg / Roland Willeke 13.08.2018

Vor allem laut ging es am Samstag in der Wagenhalle des Cafés Bricklebrit zu, beim Gastspiel der noch jungen Rockband „Tried & Trusted“ aus Nürtingen.

Erst vor einem Jahr haben sich die fünf Band-Mitglieder im Alter von 18 bis 40 Jahren zusammengefunden. Gemeinsamer Hintergrund des Quintetts ist die private Musikschule Vivo in Neckartenzlingen, wo einige der Jungrocker ausgebildet wurden oder noch werden.

Aus den Anfängen als Musikschulband will man sich  lösen und erste Schritte in die große  Welt der Rockmusik wagen. Start des Unternehmens war jetzt das erste abendfüllende Konzert der fünf Musiker in Walheim. Auch für die Macher des Bricklebrit eine Premiere, gastierte doch erstmals eine Hardrock-Band im Ersten Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhaus.

Max Appel (Gitarre), Chris Batke (Gitarre, Gesang), Leon Huschka (Schlagzeug) und Vladimir Kasner (Bass, Gesang) schonten mit ihrem wilden Sound weder sich noch die Zuhörer, die die Wagenhalle, in der früher einmal Feuerwehrautos standen, bis auf wenige Plätze füllten. Der Sound ging bis in die Magengrube. Chefin im Ring war aber Frontfrau Rena Weiß, im Zivilstand Zeitungsredakteurin.

Ihre stimmlichen Qualitäten kamen vor allem zur Geltung, wenn es mal etwas leiser zuging, zum Beispiel in ihren Duetten mit Gitarrist Appel oder Bassist Kasner, der auch als Sänger überzeugte. Wie sagte Kodderschnauze Rena doch? „Da kriegt man Pickel, wenn Vlad singt.“ Verstärkt wurde das Ensemble durch Sängerin Julia Bühler, eine Freundin der Frontfrau aus gemeinsamen Tagen als Chorsängerinnen, die bei einigen Nummern die zweite Stimme übernahm.

Musikalisch bedient man sich bei den Größten des Rockgenres der letzten Jahrzehnte, von AC/DC und Metallica bis Bon Jovi. Aber auch „Die Ärzte“ oder die „Toten Hosen“ werden nachgespielt und nachgesungen - Klassiker eben, getreu dem Motto der Band „Tried and Trusted“, also altbewährt. Zu weich gespülte Pop-Songs werden dabei etwas „dreckiger“ – soll heißen härter –  gemacht, durch vermehrten Einsatz von Schlagzeug und Gitarre.

Dem Publikum gefiel es, was in verzücktem, fast erratischem Kopfnicken zum Ausdruck kam. Sogar Kerzen wurden entzündet, allerdings nur auf den hochgehaltenen Smartphone-Displays. Mit ihrer Forderung nach einer zweiten Zugabe brachten die Zuhörer die Musiker ein wenig in Verlegenheit. Das Repertoire der Band im Aufbau ist momentan noch etwas schmal, so dass bei den Zugaben auf bereits Bekanntes zurückgegriffen werden musste. Aber das wird sich bis zum nächsten Auftritt im Bricklebrit, der wohl schon so gut wie versprochen ist, sicher noch ändern.

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