Schwerpunkt Digitalisierung Rathauschefs tüfteln am Breitbandausbau

Kreis Ludwigsburg / Martin Tröster 17.02.2018

Nicht nur auf Landes- und Bundesebene herrscht ordentlich Druck, was den Ausbau des schnellen Internets für alle angeht. Auch im Landkreis gibt es noch viel zu tun. Wo die Telekommunikationsanbieter nicht ausbauen, können Kommunen und Kreis eingreifen. Der Verband Region Stuttgart will mit der Gründung einer Dienstleistungs- und Service-GmbH mit den Landkreisen und der Stadt Stuttgart an einem Strang ziehen. Bis 2025 sollen 50 Prozent und bis 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte in der Region Zugang zum schnellen Internet haben (die BZ berichtete). In den Landkreisen selbst können eigenständige Organisationen gegründet werden, die wiederum die Kommunen einbinden sollen. Eine derartige Organisation steckt im Kreis Ludwigsburg derzeit im embryonalen Stadium: Der Kreistag und die Bürgermeisterversammlung haben eine solche Organisation bisher nur befürwortet.

Landratsamtssprecher Markus Klohr teilt auf Anfrage mit, dass für die neue, noch namenlose Organisation  zwei Stellen geschaffen worden sind. Seit Anfang Februar gibt es jemanden, der sich für die Verlegung und Organisation der Leerrohre für die Datenkabel kümmert. „Aktuell werden alle Daten über vorhandene Leerrohre in den Kommunen abgefragt“, sagt Klohr. Die zweite Stelle für den Breitbandausbau im Landkreis wird aktuell ausgeschrieben. Wer eingestellt wird, soll den Aufbau der die Gründung der Organisation vorbereiten.

Mit einigen Bürgermeistern wird derzeit in einer Arbeitsgruppe ein erster Entwurf einer Satzung ausgearbeitet. In der Arbeitsgruppe sind die Bürgermeister Alexander Fleig (Freudental), Ralf Zimmermann (Großbottwar), Thomas Schäfer (Hemmingen), und Torsten Bartzsch (Murr), sowie Oberbürgermeister Michael Makurath (Ditzingen). Bei der weiteren Vorbereitung würden alle Bürgermeister des Landkreises sowie die Gremien des Kreistags beteiligt, sagt Klohr. Man habe sich das Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr mit der neuen Breitbandorganisation an den Start zu gehen. „Wie schnell es dann konkret geht, hängt vom weiteren Verlauf der Diskussion über die Details zur Satzung und Rechtsform ab“, teilt Klohr mit.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel