Einsatzkräfte Polizei macht 39000 Überstunden

Peter Widenhorn ist Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg.
Peter Widenhorn ist Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. © Foto: Polizei
Kreis Ludwigsburg / Frank Ruppert 13.09.2018

Fast zwei Millionen Überstunden haben die Polizisten im Land auf dem Konto. Die Hälfte davon Einheiten des Polizeipräsidiums Einsatz in Göppingen. In Stuttgart schiebt die Polizei 162 000 Überstunden vor sich her. Aber wie sieht die Situation in Ludwigsburg aus? Das dortige Polizeipräsidium ist für die Landkreise Ludwigsburg und Böblingen zuständig. Bislang leisteten die Polizisten beim Polizeipräsidium Ludwigsburg knapp 39 000 Mehrarbeitsstunden, beantwortet Polizeisprecher Peter Widenhorn eine BZ-Anfrage.

Die Gründe für die Überstunden unterscheiden sich dabei nicht von denen in anderen Präsidien: „Ursächlich ist auch beim Polizeipräsidium Ludwigsburg die anhaltend hohe Einsatzbelastung mit zahlreichen Veranstaltungen, demonstrativen Aktionen und Unterstützungseinsätzen“, erklärt Widenhorn. In Ludwigsburg ist man aber guter Dinge die Überstundenmarken von 2017 (67 800) und 2016 (65 900) in diesem Jahr nicht zu übertreffen.

Insgesamt arbeiten beim Polizeipräsidium Ludwigsburg nach Angaben Widenhorns genau 1516 Polizeibeamte. 1529 Planstellen gibt es, also sind 13 Stellen nicht besetzt. „Eine kreisscharfe Darstellung ist nicht schlüssig möglich, da verschiedene Organisationseinheiten ihren Dienstsitz in einem Landkreis haben, aber für beide Landkreise zuständig sind. Etwa der Kriminaldauerdienst oder die Verkehrspolizeidirektion“, erklärt Widenhorn. Ein Grund für die vergleichsweise geringe Zahl der offenen Stellen – in anderen Präsidien fehlen bis zu 18 Prozent der Belegschaft – sind wohl auch die Pensionäre, die ihre Dienstzeit noch verlängern. Insgesamt 26 solcher „Verlängerer“ gebe es schon in Ludwigsburg, 5 weiteren wurde dies für die Zukunft ebenfalls bereits genehmigt.

Zehn Polizeireviere gehören zum Präsidium Ludwigsburg, sechs davon sind im Landkreis Ludwigsburg ansässig. Eine wohl im Innenministerium diskutierte Überlegung, zu prüfen, welche der 150 Reviere im Land  nachts geschlossen werden können, spielt in Ludwigsburg keine Rolle. „Derartige Überlegungen gibt es derzeit nicht“, sagt Widenhorn.

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