Konzept Pleidelsheim möchte auch dabei sein

Pleidelsheim / Günther Jungnickl 23.06.2018

Barbara Stiglmeier, die frühere Leiterin des Pleielsheimer Jugendhauses „Pyramide“, durfte vor dem Gemeinderat am Donnerstag einen Zwischenbericht darüber abgeben, wie weit ihre Vorbereitungen für eine Kinder- und Jugendbeteiligung am Gemeinwesen gediehen sind.

Der jungen Mutter (derzeit in Elternzeit) wurden im Frühjahr diesen Jahres die vorbereitenden Arbeiten übertragen, nachdem der Gemeinderat im September 2017 schon eine Grundsatzentscheidung getroffen hatte, sich daran zu beteiligen.

Im Kreis Ludwigsburg gibt es derzeit lediglich fünf Jugendgemeinderäte, und alle sind in Städten angesiedelt: In Ludwigsburg, Ditzingen, Vaihingen, Gerlingen und Korntal-Münchingen. Deshalb ist das besonders für die vielen kleineren Gemeinden Baden-Württembergs eine große Herausforderung.

Zweite Umfrage

Die Landeszentrale für politische Bildung hat deshalb vom 19. März bis zum 30. April 2018 eine dritte Umfrage (nach 2012 und 2015) unter Jugendbetreuern gestartet, um Klarheit über verschiedene mögliche kommunale Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche herauszufinden.

Zur gleichen Zeit wurde auch unter dem Titel „Mein Pleidelsheim“ Barbara Stiglmeier im Rathaus der Gemeinde aktiv. Ihre Zielsetzungen trug sie jetzt dem Gemeinderat vor: Identifikation mit der Gemeinde zu schaffen, Demokratiebildung bei der Jugend stärken, aktiv für jugendspezifische Belange einzutreten und Erfahrungen darüber sammeln, wie in einem „lebendigen Gemeinwesen“ kommunale Beteiligung geschätzt und gefördert wird.

Ihr aktuelles Vorhaben, neben der Beteiligung am Ferienprogramm für Acht- bis Zwölfjährige im Jugendhaus mit Bürgermeister Ralf Trettner und einem Bürgermeisterbesuch für Schüler der Friedensschule, ist im Kern eine große Jugendversammlung am 16. Oktober 2018, bei der möglichst viele Ideen für die Kinder- und Jugendbeteiligung eingesammelt werden sollen. Zuvor hat sie sich selbst zur Aufgabe gemacht, die Idee von der Jugendbeteiligung in der Gemeinde  publik zu machen.

Werbung in den Netzwerken

Dazu gehört auch Öffentlichkeitsarbeit, die Barbara Stiglmeier „persönlich, aber auch über die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram“ sucht. Alles unter dem Moto: „Mitentscheiden und Mitmachen.“ Dabei hat sie frühzeitig in Erfahrung gebracht, dass viele Kinder und Jugendliche in Pleidelsheim darüber bereits gut informiert und auch bereit seien, mitzumachen.

Darüber hinaus ist für sie aber auch die Vernetzung mit anderen Jugendbetreuern und Kollegen aus der aktiven Jugendarbeit wichtig.

Auch plant Barbara Stiglmeier  ein Infotreffen mit örtlichen Vereinsfunktionären, und will die Kontakte zur Grundschule sowie  die Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus optimieren.

Bürgermeister Ralf Trettner unterstützt dies sehr, denn er weiß, dass „dies kein einfacher Weg wird, weil eben nicht alles nur rosarot ist“.

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