Seit dem Teileinsturz der Stadtmauer in der Oberen Gasse/Zwingerstraße wird sie provisorisch gesichert. Das THW hat durch Abstützungen sowohl die Mauer, als auch das dahinterliegende Gebäude vor weiteren Schäden bewahrt. Geplant war, vor 2018 die Stadtmauer im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung im Sanierungsgebiet „Ortskern II“ instand zu setzen, bis es zu dem Teileinsturz kam. Der Stadt Oberriexingen liegt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung vom Regierungspräsidium Stuttgart für die Stadtmauerinstandsetzung vor.

Deutlich mehr als erwartet

Die Vergabe der Instandsetzungsarbeiten an der Stadtmauer wurde ausgeschrieben. Auch ein Stadtmauerabschnitt in der Unteren Gasse wurde dabei ins Leistungsverzeichnis zusätzlich aufgenommen, ebenfalls die Schadensbehebung in der Oberen Gasse durch den Teileinsturz der Stadtmauer im Januar 2018. Die Submission der Ausschreibung fand vergangenen Monat im Oberriexinger Rathaus statt. Die Ausschreibungsergebnisse lagen deutlich über der Kostenschätzung von 270 000 Euro brutto. Das günstigste Angebot lag mit rund 448 400 Euro brutto beinahe 70 Prozent über dieser Kostenschätzung. Deshalb sah sich der Gemeinderat dazu veranlasst, die Verwaltung mit der Aufhebung der Ausschreibung zu beauftragen. Neben den erhöhten Kosten, ist keine ausreichende Finanzierung im Haushaltsplan 2019 der Stadt gegeben.

Gründe für die Kosten sind Preissteigerungen im Bauleistungssektor sowie in hohem Umfang eingeplante Massen. Vor allem sind die Mauerwerksrekonstruktionsarbeiten (Lückenschluss Stadtmauer Obere Gasse/Zwingerstraße) deutlich kostspieliger als vorab geschätzt.

Eine konkrete Aussage, wann mit den Sanierungsarbeiten an den Oberriexinger Stadtmauerabschnitten begonnen werden kann, ist noch nicht möglich. Verwaltung als auch Planungsbüro sind bemüht, bis September eine Vergabeentscheidung im Gemeinderat herbeizuführen.