Freiberg Nein zu einer dreigeteilten Sporthalle

Im Freiberger Zentrum, unten das Rathaus, oben die Oscar-Paret-Schule, wid sich baulich einiges verändern. Aber eine dreiteilige neue Sporthalle wird es nach einem Ratsbeschluss nicht geben.
Im Freiberger Zentrum, unten das Rathaus, oben die Oscar-Paret-Schule, wid sich baulich einiges verändern. Aber eine dreiteilige neue Sporthalle wird es nach einem Ratsbeschluss nicht geben. © Foto: Werner Kuhnle
Von Günther Jungnickl 12.08.2017

Der gemeinsame Antrag des Turn- und Sportvereins  (TuS) und des Sport- und Gesangsverein  (SGV)  Freiberg auf eine Vergrößerung der geplanten neuen Sporthalle im Freiberger Ortszentrum ist gescheitert. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig gegen eine Erweiterung aus.

 Zuvor hatten hatten die beiden größten Freiberger Sportvereine der Stadt eindringlich auf den gestiegenen Bedarf an weiteren Trainingsflächen in Freiberg verwiesen und darum gebeten, deshalb die künftige Sporthalle doch dreiteilig, statt nur zweiteilig zu bauen.

Mehrkosten in Sicht

Doch in der Gemeinderatssitzung wies der Erste Beigeordnete Stefan Kegreiß auf den Kölner Siegesentwurf des Architektenwettbewerbs für die neue Oscar-Paret-Schule mit Sporthalle hin, der bei der von den Vereinen gewünschten Variante aus Platzgründen „gefährdet“ würde. Eine dreiteilige Halle würde zudem Mehrkosten von rund zwei Millionen Euro verursachen. Zudem sei in der Halle, die jetzt kommen wird, ein zusätzlicher Gymnastikraum für weitere Trainingseinheiten einiger Abteilungen eingeplant, ausgenommen die Ballspielarten.

 Obwohl einige Stadträte, wie beispielsweise Klaus-Peter Bakalorz (SPD) oder Dr. Thomas Baum (FDM) durchaus Verständnis für die Sorgen und Nöte der Vereine aufbrachten, siegte doch der Sparwille des Gremiums zusammen mit dem Hinweis, dass auch die Kasteneckhalle und die Lugaufhalle „in die Jahre gekommen“ seien und in absehbarer Zeit saniert werden müssten.

Falls bis dahin ein erhöhter Bedarf an Trainingsflächen nachweisbar sei, könne man schließlich auch dort nachbessern. Die Entscheidung des Gemeinderatsgremiums fiel  einstimmig bei zwei Enthaltungen.

 Die Planungen zugunsten der zweiteiligen Halle war übrigens einer Auskunft des Regierungspräsidiums in Stuttgart zu verdanken. Es wurde vonseiten des RP versichert, dass die Schülerzahlen der künftigen Oscar-Paret-Schule auf jeden Fall „gedeckelt“ würden, sodass für den Schulsport in Freiberg eine Sporthalle dieser Größe auf jeden Fall ausreichend sei.

Themen in diesem Artikel