Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, so schreibt der Pressereferent der RKH-Kliniken, Alexander Tsongas, in einer Mitteilung. Betroffene seien auf eine hohe Versorgungsqualität angewiesen. Dem sollte das neue Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) auf Bundesebene Rechnung tragen. Mehr Qualität könne aber nur mit einer ausreichenden Zahl an qualifiziertem Personal und mit mehr Zeit für die Patienten erreicht werden – so das Ziel. Da die bisher geltenden Regelungen zur Personalbemessung und Finanzierung in den Kliniken fast 30 Jahre alt sind und die auf den modernen fachlichen und ethischen Erfordernissen beruhende Behandlung nicht mehr abbilden, hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit dem PsychVVG-Gesetz den gesetzlichen Auftrag erhalten, eine Richtlinie zur personellen Ausstattung der stationären Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik (PPP-Richtlinie) zu erstellen.

Aus Sicht der Selbsthilfegruppen, Berufs- und Klinikverbände und Fachgesellschaften verfehlt die jetzt veröffentlichte Richtlinie dieses Ziel einer höheren Qualität, heißt es in der Mitteilung weiter. Die in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken Tätigen seien am Limit, so dass eine ausreichende Versorgungsqualität nicht mehr gewährleistet sei. Vor diesem Hintergrund werden am Donnerstag, 12. Dezember, alle an der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung beteiligten stationären Einrichtungen von 12 bis 13 Uhr zu einer Protest-Mittagspause aufgerufen.