Im Ingersheimer Gemeinderat muss man sich an neue Gesichter gewöhnen. Für die Wählervereinigung MIT ziehen  Martina Spahlinger und Janina Wagner ins Gremium ein, für die FDP Christoph Leibrecht, Sohn des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Harald Leibrecht.

In den anderen Parteien und Gruppierungen gibt ebenfalls neue Gesichter. Bei der Freien Wählergemeinschaft Ingersheim (FWG)  kommen für Peter Aymar und Susanne Schöbinger nun Andreas Luidthardt und Stephanie Fritz neu ins Gremium. Der CDU ist es dagegen nicht gelungen, Friedrich Rühle zu ersetzen und wird mit Ursula Heinerich, Markus Scheyhing und Irene Betsch künftig nur noch als Trio dabei sein. Bei WIR hat es erneut  Karin Zimmer geschafft, unterstützt wird sie von Tobias Willmann, der für Solveigh Schulte nachrückt.

Von der landesweiten Hochstimmung der Grünen profitierte in Ingersheim auf den ersten Blick niemand. Der frühere Grünen-Gemeinderat Günter Grundl schaffte es nicht, für die Kommunalwahl eine Liste aufzustellen.

Der wiedergewählte SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Majer nutzte allerdings die Gunst der Stunde und bot der bisherigen Gemeinderätin der Grünen Maxie Walter eine Kandidatur auf der SPD/Fortschrittliche Bürger-Liste an. So konnte die SPD/FB ihre vier Sitze im Gremium halten, neben Majer und Walter gehören der Ratsfraktion künftig wiederum Hilde Grabenstein und neu Katrin Schaaf an. Neben Schöbinger und Aymar von der FWG haben es auch Markus Fritz und Joachim Rösch von der SPD nicht mehr in den Gemeinderat geschafft. Fritz (1033 Stimmen) unterlag dabei der ehemaligen Grünen Walter (1037 Stimmen) äußerst knapp. Stimmenkönig ist Karl Walter Seitz mit 2412 Stimmen, bisher Gemeinderat bei der FWG und stellvertretender Bürgermeister.

Noch ein Blick auf die prozentuale Verteilung auf die Parteien und Gruppierungen im neuen Ingersheimer Gemeinderat: Die  Freie Wählergemeinschaft Ingersheim kommt auf 34,9 Prozent, die SPF/FB auf 22,9 Prozent, die CDU auf 16,9 Prozent, WIR auf 11,5 Prozent, MIT auf 8,1 Prozent und die FDP auf 5,7 Prozent.

Der Ingersheimer Bürgermeister Vorlker Godel kommentierte den Ausgang der Gemeinderatswahl von Sonntag kurz und bündig: „Wahlen sind demokratische Entscheidungen, die immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringen, die anzunehmen sind“.