Benefizveranstaltung Mit „heißen Herzen“ im Kalten Gutes tun

Die „Wikinger“ vom Vaihinger Kanuclub haben viel Begleitschutz bei der „Heiße-Herzen-Fahrt“.
Die „Wikinger“ vom Vaihinger Kanuclub haben viel Begleitschutz bei der „Heiße-Herzen-Fahrt“. © Foto: arn
Vaihingen / bz 12.12.2016

Spaß haben und Gutes tun – „das ist doch eine ideale Kombination“, findet Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch, der die Kanusportler am Samstag bei der „Heiße-Herzen-Fahrt“ in Roßwag auf die Reise schickt. Der Erlös ist zum dritten Mal für die FIDS-Stiftung bestimmt. FIDS steht als Abkürzung für die englischsprachige Bezeichnung „Foundation for Integrated Disabled Sailing“. Im Mittelpunkt der Stiftung stehen die Integration und die Förderung von behinderten Menschen durch den gezielten Einsatz des Segelsports zur Therapie, Persönlichkeitsbildung und Freizeitgestaltung. Dass auf der Enz nur gepaddelt werden kann, stört nicht. FIDS-Vorsitzender Wolfgang Schmid (Esslingen) wirbt dafür, die Scheu vor Behinderten zu verlieren.

Es herrschen ideale Bedingungen. Strahlend blauer Himmel, Lufttemperaturen um die zehn Grad. Das Wasser der Enz hat allerdings nur drei, vier. Also nicht reinfallen. „Heiße Herzen!“ Vereinsjugendsprecher Paul Rimmele ruft das Startsignal ins Mikro. Die rund 70 Paddler – etwas weniger als 2015 = stimmen ein. Eine Abordnung der Vaihinger Stocherkahnfahrer („Enzlöwen“) ist erstmals dabei. Gekommen sind auch Mitglieder des Kanuclubs Bietigheim. Der Waldblitz mit der Maske ist eigens aus Ulm angereist, um sein Unwesen zwischen Roßwag und Vaihingen zu treiben. Die Mitglieder der Vaihinger Kanujugend treten als Weihnachtsbäume auf – mit Kugeln und Lametta. Dazu kommen die Wikinger, die im Großkanadier mächtig was her machen und bei der Prämierung den Sieg davontragen. In einem Boot wird an den Feinstaubalarm erinnert. Die Lösung des Problems: Kanus und Kajaks nutzen.

Auch die Vaihinger Feuerwehr begibt sich traditionell aufs Wasser. Neun Mitglieder sind mit zwei Booten mit Außenbordmotor und drei Fahrzeugen im Einsatz. Der OB bleibt lieber an Land. Irgendwann muss er sicher mal mitpaddeln, wie sein Vorgänger Heinz Kälberer 2001.

Die Idee zu der Gaudi wurde 1999 geboren. Man lud Kanusportler ein, sich mit möglichst ausgefallener Kostümierung aufs Wasser zu wagen, bat um eine kleine Startgebühr und Spenden. Bei den 17 bisherigen Fahrten kamen immerhin 10 534 Euro zusammen. Am Samstag konnte Vereinskassierer Rudi Mauch, mit Spendenschild und Kasse unterwegs, wieder rund 700 Euro verbuchen. „Besonders großzügig wurde von den Zuschauern am Enzdamm in Roßwag gespendet“, freut er sich.

„Wenn die Endabrechnung vorliegt, dürften wir bei deutlich über 11 000 Euro für die 18 Veranstaltungen sein.“ Bedacht wurde damit mehrmals der Verein Wish, die Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker, die Diakonie oder der Tafelladen. arn

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