Kammer Mehr Azubis im Handwerk

bz 05.09.2018

Die Handwerkskammer in der Region Stuttgart ist zufrieden mit dem Beginn des Ausbildungsjahres 2018/19. Insgesamt verzeichnet die Kammer aktuell 4062 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Branche (Vorjahr 3827). Das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Im Kreis Ludwigsburg sind es aktuell 731 Ausbildungsverträge (plus 8,5 Prozent).

„Unter dem Druck des Fachkräftemangels setzen Handwerksbetriebe noch mehr als bisher auf eigene Ausbildung“, bilanzierte Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. Besonders gefragt waren erneut die Ausbildungen zum Kraftfahrzeugmechatroniker, zum Elektroniker, zum Friseur und zum Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

„Jetzt gilt es, die noch nicht besetzten Lehrstellen im Handwerk nicht zu Leerstellen werden zu lassen“, sagte Hoefling. In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer sind für das aktuelle Ausbildungsjahr noch fast 600 freie Plätze gelistet. „In vielen Berufen gibt es nach wie vor freie Ausbildungsstellen,“ sagte Hoefling und riet jungen Menschen, die noch unversorgt sind, sich über die Lehrstellenbörse der Stuttgarter Handwerkskammer oder die kostenfreie App Lehrstellenradar, die auf jedem Smartphone läuft, zu informieren. Einen guten Einblick in die Ausbildung gibt auch die Online-Plattform „azubiTV.de“ der Handwerkskammer. Dort werden die Berufe per Video erklärt.

Lehre mit Abitur

Wie im Zuständigkeitsbereich der IHK (die BZ berichtete) entscheiden sich auch im Handwerk auch immer mehr Abiturienten für eine Ausbildung. Lag der Anteil der Schulabgänger mit einer Hochschulzugangsberechtigung vor zehn Jahren noch deutlich unter 10 Prozent, so haben zum diesjährigen Ausbildungsstart am 1. September 17,1 Prozent (Vorjahr 15,2 Prozent) aller neuen Azubis ein Abiturzeugnis in der Tasche.

„Das Rückgrat der künftigen handwerklichen Fachkräfte bleiben junge Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss“, ergänzte Hoefling. Dreiviertel der Azubis können entsprechende Abschlüsse vorweisen – unabhängig von ihrer Herkunft. „Mit einem Anteil von fast 25 Prozent ausländischer Azubis ist und bleibt das Handwerk ein wichtiger Motor der Integration“, meint der Hauptgeschäftsführer.

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