Markgröningen Markgröninger CDU wünscht sich neue Regelung in der Ostergasse

Die Ostergasse in Markgröningen ist die Verlängerung der Bahnhofstraße zum Marktplatz. Sie soll belebt werden.
Die Ostergasse in Markgröningen ist die Verlängerung der Bahnhofstraße zum Marktplatz. Sie soll belebt werden. © Foto: Martin Kalb
CAROLINE HOLOWIECKI 29.06.2013
Keine Parkplätze, keine Kunden, keine Belebung der Innenstadt. So einfach ist die Rechnung für die CDU-Gemeinderatsfraktion Markgröningen. Sie wünscht sich Kurzparkplätze in der Ostergasse. Das soll auf einer Klausurtagung im Herbst auf den Tisch kommen.

Markgröningen plagen dieselben Sorgen wie viele, viele andere Städte auch: Das Zentrum blutet aus. Ladenlokale stehen leer, den ansässigen Einzelhändlern bleiben die Kunden weg. Viele Köpfe befassen sich mittlerweile mit dem Problem und versuchen, mit Aktionen, diese Entwicklung umzukehren. Im neu formierten Gewerbeverein "ubm" haben die Geschäftsleute Anfang des Monats eine Art Leistungsschau ausgerichtet. Nahezu zur gleichen Zeit hat der Arbeitskreis "Einzelhandel", bestehend aus Mitgliedern des Vereins " Markgröningen aktiv" und der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung, die neue Kampagne "Meine Stadt! Deine Stadt?" herausgebracht. Auf 43 Plakaten, die im Stadtgebiet hängen, werben Einzelhändler, Gastronomen, Handwerker und Dienstleister für sich und ihre Geschäfte (wir berichteten).

Jetzt hat sich die CDU-Gemeinderatsfraktion mit einem Vorschlag eingebracht, der offenbar auch beim Rest des Gremiums durchaus Gefallen findet. Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob man in der Ostergasse - das ist die Verlängerung der Bahnhofstraße bis zum Marktplatz - nicht Parkplätze für Kurzparker einrichten kann.

Erich Hutflus, der Fraktionsvorsitzende, erklärt, dass auf der verkehrsberuhigten Strecke etwa zehn bis zwölf Parkbuchten entstehen könnten. Die Idee: Kunden sollen hier mit Parkscheibe 30 Minuten parken können. Das hätte, so Hutflus, viele Vorteile. Zum einen würde der Verkehr durch die Autos noch weiter verlangsamt. Zudem, das ist der Kern, reichten 30 Minuten aus, um einige Besorgungen zu machen. Davon sollen die Einzelhändler profitieren. Zumal, so der Eindruck der Kommunalpolitikers, Parkplätze in der Innenstadt ohnehin rar gesät seien. "In einer mittelalterlichen Stadt ist es ein echtes Problem mit Freiflächen", erklärt Hutflus. Bislang sei es so, dass man nicht in der Ostergasse parken dürfe. Viele machten es trotzdem - und riskierten Knöllchen.

Der Antrag der CDU ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung positiv aufgenommen worden, berichtet Hutflus. Der Themenkomplex Kurzparken soll bis zur Klausurtagung im Spätherbst unter die Lupe genommen werden, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verfügt. Bei dieser Sitzung soll ein externes Büro, das die Stadtverwaltung mit der Angelegenheit betraut hat, Ideen präsentieren, wir man die Innenstadt beleben kann.

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