Sommerprobleme Lieber kaltes Wasser als heißer Tee

Elke Walther
Elke Walther © Foto: AOK
Kreis Ludwigsburg / bz 08.08.2018

Die Ernährungsexpertin der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr, Elke Walther, beantwortet Fragen zum Thema Essen bei der Hitze.

Frau Walther, was muss man  ganz generell bei der Ernährung an heißen Tagen beachten?

Elke Walther: Wichtig ist dass man genügend trinkt. Beim Essen sollte man darauf achten, den Körper nicht durch schweres Essen zusätzlich anzustrengen. Ich rate dazu, über den Tag verteilt drei bis fünf Mahlzeiten einzunehmen. Gut ist Obst und auch Gemüse. Zwischendurch vielleicht mal eine Gurke oder ein Stück Melone – das kommt auch dem Wasserhaushalt zugute. Morgens empfiehlt sich ein selbstgemachtes Müsli und gegen später dann ein leichter Eiweißlieferant wie Fisch oder Geflügel.

Wie ist es mit dem Trinken?

Bei der Menge sind genauen Angaben schwierig, weil ein Bauarbeiter mehr trinken muss als ein Büroangestellter. Grundsätzlich sollte ein erwachsener gesunder Mensch zwischen 1,5 und 2 Liter am Tag trinken. Darüber hinaus gilt es, den Schweißverlust auszugleichen. Das kann bis zu einem Liter pro Stunde sein. Durst ist kein guter Ratgeber, der tritt nämlich erst ein, wenn man einen negativen Wasserhaushalt hat. Was die Temperatur angeht, so schwitzt man bei Heißgetränken mehr und eiskalte Getränke können Magenbeschwerden verursachen. Am besten ist die Kühlschranktemperatur.

Viele wollen bei diesen Temperaturen nicht kochen. Was raten Sie?

Essen muss man auf jeden Fall, denn der Körper verliert viele Nährstoffe durchs Schwitzen und die Ausscheidung. Neben Salat und Obst kann man natürlich auch vorkochen. Ein Tipp ist die kalte Gemüsesuppe Gazpacho.

Was ist zu beachten, wenn man Sport macht?

Wer jetzt Sport treibt, sollte das am besten in den kühleren Stunden oder drinnen tun. Ganz wichtig ist auch, dass die letzte kleine Mahlzeit möglichst zwei Stunden vor dem Sport eingenommen wird. Dann ist der Körper nicht noch zusätzlich mit Verdauen beschäftigt. Außerdem sollte man nicht mit einem Wasserdefizit starten.

www.aok.de

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