Bilanz Lauffener bauen Marktanteil aus

Die Führungsmannschaft der Lauffener Weingärtner mit (von links): Vorstandsvorsitzender Dietrich Rembold, Geschäftsführender Vorstand Marian Kopp und Erster Kellermeister Michael Böhm.
Die Führungsmannschaft der Lauffener Weingärtner mit (von links): Vorstandsvorsitzender Dietrich Rembold, Geschäftsführender Vorstand Marian Kopp und Erster Kellermeister Michael Böhm. © Foto: Werner Kuhnle
Lauffen/Mundelsheim / bz 16.06.2018

Trotz einer geringeren Weinernte 2017 und einem schwierigen Marktumfeld bleibt die Lauffener Weingärtner eG auf dem deutschen Weinmarkt nach eigenen Angaben weiterhin erfolgreich. Auch im Geschäftsjahr 2017 legte die größte Einzelgenossenschaft mit nationaler Distribution im Weinanbaugebiet Württemberg beim Absatz und Umsatz wieder zu. Der Umsatz stieg von 21,114 Millionen Euro leicht auf 21,244 Millionen Euro. Konsolidiert mit dem Umsatz der Tochtergesellschaften wurde ein Umsatz von 24,2 Millionen Euro erreicht. Der Gesamtabsatz von Wein und Sekt legte von 80 256 auf 89 699 Hektoliter zu.

Millionen-Investitionen

„Mit dem Umsatz- und Absatzplus sind wir sehr zufrieden. Durch die gute Bekanntheit unserer Lauffener Weine mit bundesweiter Handelspräsenz besitzen wir eine etablierte Qualitätsmarke“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Dietrich Rembold das Jahresergebnis. „Zur Stärkung dieses Markenbildes haben wir neben einer bundesweit guten Distribution ein stimmiges Preis-Qualitätsverhältnis erreicht, das bei den Verbrauchern eine hohe Akzeptanz findet.2 Der Lauffener Vorstandschef erklärte weiter: „Mit dem Gesamtsortiment von Lauffener und Mundelsheimer Weinen haben wir zwei sehr bekannte und klar voneinander abgegrenzte Herkunftsmarken im Portfolio und sind aus diesem Grund vor allem für nationale und regionale Handelskunden attraktiv und relevant als profilierter Wein-Lieferant.“

Nach Angaben des geschäftsführenden Vorstands Marian Kopp wurden im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Euro investiert. Schwerpunkte waren die Fertigstellung des 2016 begonnenen Neubaus des Tanklagers sowie Ersatz und Erweiterung der Kühlanlagen. Auch in die Produkt­ausstattung und die Produktsicherheit bei der Abfüllung wurde investiert. Der Bilanzgewinn von 69 083 Euro fließt vollständig in Rücklagen. Die Genossenschaft beschäftigt 69 Mitarbeiter, 50 in Vollzeit, 16 in Teilzeit und 3 Auszubildende. Die Lauffener Weingärtner eG unterhält drei Beteiligungen beziehungsweise Tochterunternehmen, und zwar an der Felsenkeller Besigheim GmbH, der Römerkeller Mundelsheim GmbH sowie die Lauffener Weinmanufaktur GmbH.

„Wir gehen für die nächsten Jahre von einem Wert-Wachstum unserer Geschäftstätigkeit aus, der sich bei stagnierendem Weinmarkt auch aus Marktanteilsgewinnen rekrutiert“, sagt Marian Kopp angesichts einer weiterhin stabilen bis leicht steigenden Kaufkraftentwicklung. Das leistungsfähige nationale Vertriebsnetz der Lauffener sei in der Lage, zusätzliche Mengen zu vermarkten. „Zum Ausbau der guten Marktstellung sei die „Fortführung unserer konsequenten Qualitätspolitik nötig, verbunden mit einer innovativen Marketingarbeit“, erklärt der geschäftsführende Vorstand.

Im Herbst 2017 lag die Gesamt­erntemenge in Lauffen und Mundelsheim mit 9,42 Millionen Kilo deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt; Frost sorgte für Ertragseinbußen von einem Viertel der Menge. In Lauffen wurden 7,24 Millionen Kilo (Vorjahr 9,2 Millionen) geerntet, in Mundelsheim 2,18 Millionen (3,3 Millionen). Gelesen wurden 8,435 Millionen rote und 985 000 Kilo weiße Trauben.

In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2018 hat sich der Umsatz mit rund zwei Prozent weiter positiv entwickelt, so eine Mitteilung der Lauffener Weingärtner. Insbesondere mit dem Wachstum bei den Weinen in neuer Ausstattung und den Innovationsmarken sei man durchaus zufrieden.

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