Kreis Ludwigsburg / Frank Ruppert

Der Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas hat einen offenen Brief von Daniel Renkonen (wir berichteten) zum Thema Sanierungsstau auf den Kreisstraßen nach Tripsdrill (K 1632), zwischen Untermberg und Unterriexingen (K 1684) und zwischen Kleiningersheim und Hessigheim (K 1618) beantwortet. Der Grünen-Abgeordnete für den Wahlkreis Bietigheim-Bissingen im Landtag hatte geschrieben, dass der schlechte Zustand der Straßen nicht haltbar sei und sein Unverständnis darüber geäußert, dass nicht längst etwas geschehe.

„Aus wirtschaftlichen Gründen sind bei allen drei Straßen reine Fahrbahnsanierungen nicht sinnvoll, da eine neue Fahrbandecke auf dem schadhaften Straßenunterbau nicht dauerhaft ist“, schreibt Haas. Um die schmalen Straßen verkehrssicherer zu machen seien maßvolle Verbreiterungen notwendig. Das Landratsamt versuche die Maßnahmen zu beschleunigen, wo es möglich sei. „Die Verkehrssicherheit stellen wir selbstverständlich auf  allen Straßen sicher - durch punktuelle Unterhaltungsmaßnahmen und notfalls durch entsprechende Geschwindigkeitsbeschränkungen“, so der Landrat weiter.

Gemeinderat ist gefragt

Bei der K 1632 nach Tripsdrill sei man nochmals auf die Stadt Bönnigheim zugegangen, erklärt Haas. Mit Bürgermeister Albrecht Dautel habe man ein Sanierungskonzept besprochen, das die Eingriffe im Wald reduziere und voraussichtlich eine Einigung mit der Stadt ermöglichen werde. Haas rechnet diesbezüglich mit Gemeinderatsbeschlüssen Anfang 2019. Die Baumaßnahmen könnten dann 2020 beginnen.

„Auch bei der K 1684 Untermberg-Unterriexingen können wir beim Grunderwerb Erfolge vorweisen. Von anfangs rund 50 sind wir jetzt noch mit 4 Grundstückseigentümern in Verhandlung. Dort zeichnen sich bereits Lösungen ab, sodass wir auch hier voraussichtlich ab 2020 beginnen können“, schreibt Haas.

Schlecht sieht es dagegen bei der K 1618 zwischen Kleiningersheim und Hessigheim aus. Haas rechnet mit langwierigen Grunderwerbsverhandlungen. Die Planung des Landratsamts habe die Beteiligten nicht überzeugt. Man arbeite bereits daran die Planungen anzupassen, wie von Renkonen vorgeschlagen, doch das führe zu weiteren Zeitverzögerungen. Auch für Haas sei der Verkaufspoker ärgerlich, Ziel sei es aber, die drei Straßen nicht gegen den Willen der Bürger auszubauen.