Ludwigsburg KSK Music Open in Ludwigsburg werden zur Marke

Dieter Thomas Kuhn begeisterte die Massen im Ludwigsburger Schlosshof.
Dieter Thomas Kuhn begeisterte die Massen im Ludwigsburger Schlosshof. © Foto: Werner Kuhnle
Ludwigsburg / GABRIELE SZCZEGULSKI 10.08.2016
Die KSK Music Open 2016 sind am Sonntagabend zu Ende gegangen. Daniel Niedrich von der Agentur Eventstifter kann ein durchaus zufriedenes Fazit ziehen.

„Ja, bei Sido, Kollegah und Cool Savas hätte es gerne mehr Besucher geben können“, sagt Daniel Niedrich, der in der Ludwigsburg-Besigheimer Agentur Eventstifter für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Aber, so sagt er im Namen seiner Firma, „wir sind sehr zufrieden über den Ablauf der KSK Music Open“.

Mit 10.000 Besuchern darf der Schlosshof bei den Openair-Konzerten gefüllt werden. „Es gingen sicher 15.000 Menschen rein, aber das ist gegen die Sicherheitsbestimmungen“, so Niedrich. Die maximale Anzahl von Menschen gab es bei den Konzerten mit Pur und Dieter Thomas Kuhn. „Die Stimmung bei Dieter Thomas Kuhn war bombastisch“, sagt er. Alles lief aber friedlich ab.

Bei dem Konzert mit Pur am 29. Juli gab es einige Anfangsschwierigkeiten: Wegen der kurz zuvor geschehenen Anschläge wurde die Kontrolle am Einlass verstärkt, das Polizeiaufgebot erhöht. Es bildeten sich Schlangen vor dem Schloss. „Bei den nächsten Konzerten haben wir unser Einlasskonzept verändert, dann ging es reibungslos“, sagt Niedrich. Bei Pur hatten sich einige wenige Besucher darüber beschwert, dass im hinteren Teil des Schlosshofes die Musik zu schlecht zu hören war. „Dann haben wir die Technik verstärkt, obwohl das bei den anderen Konzerten nicht notwendig gewesen wäre. Die Anlage kann den ganzen Schlosshof beschallen, aber es fiel auf, dass gerade beim Pur-Konzert viele Menschen im hinteren Teil des Hofes standen, während bei den anderen Konzerten die Leute nah bei den Künstlern stehen wollten“, beobachtete Niedrich.

Zufrieden, so der Pressesprecher, sei Eventstifter über 6000 Besucher bei Zaz, 7000 bei Revolverheld, und auch 2500 bei „The Wall“ sei durchaus „okay“. Mit 4000  bei Sido macht das fast 40.000 Besucher insgesamt. „Vor allem bei The Wall“, so sagt Daniel Niedrich, „war die Stimung und die Anerkennung der Besucher unerwartet groß. Es gab nach der Aufführung minutenlange Ovationen“. Nur eben das Rapkonzert am letzten Abend der KSK Music Open wäre von den Besucherzahlen her „enttäuschend“ gewesen.

Denn nach dem Motto des Namensgebers, der Kreissparkasse, wolle man ja beim Festival „für alle Generationen und Geschmäcker“ etwas anbieten. Und viele junge Leute hätten immer wieder nach Rap verlangt. „Das haben wir nun bedient, aber 4000 Besucher sind nicht viel“, sagt Niedrich, der erklärt, dass sich das Festival durchaus bei einem Einzelkonzert weniger verkaufte Karten leisten kann, „weil sich das durch die besser verkauften Konzerte amortisiert“. Aber: „Wir haben uns einfach bei Sido und Co., die doch durchaus hohe Gagen verlangen, mehr erwartet“.

Nichtsdestotrotz sei man zufrieden. „Die KSK Music Open haben sich mittlerweile zur Marke entwickelt“, sagt Niedrich. Menschen aus ganz Deutschland kämen, um Konzerte im Schlosshof zu sehen. Das Ambiente sei es auch, das viele Bands nach Ludwigsburg locke. „Das spricht sich rum“, sagt er.

Derzeit sind er und seine Kollegen am Booking für die KSK Music Open 2017. „Einige Konzerte sind fast in trockenen Tüchern“, so Niedrich. Der Rockbereich, so sagt er, würde 2017 mehr Platz einnehmen. Und die Klassik soll wieder für ein älteres Publikum mitangeboten werden. Wer im Schlosshof im kommenden Jahr spielt, das will die Agentur möglichst bald preisgeben. „Vielleicht Ende August“, sagt Niedrich. Die Kreissparkasse Ludwigsburg, so viel ist sicher, ist als Namensgeber wieder dabei. „Wir können diese Erfolgsgeschichte nicht aufgeben“, sagt Daniel Niedrich.

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