Schaut man sich die Entwicklung der Feinstaubwerte im Landkreis Ludwigsburg über einen längeren Zeitraum an, sieht man: Die Luft ist - wie auch landesweit - in den vergangenen Jahren besser geworden. Nun betonen Experten freilich immer wieder, dass das nicht hauptsächlich an den Umweltzonen liegt - die ersten gabs im Kreis ab 2008 in Ludwigsburg und Pleidelsheim. Was den Feinstaub angehe, spiele vielmehr das Wetter eine Rolle, heißt es von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Sind die Umweltzonen deshalb im Grunde sinnlos, wie vor allem Lobbyisten aus der Wirtschaft immer wieder betonen?

Nicht unbedingt. Schließlich sind durch die Plakettenregelungen die schlimmsten Stinker von den Straßen verschwunden. Der Druck auf die Autoindustrie, umweltverträglichere Modelle zu entwickeln, ist ebenfalls erhöht worden. Und: Es wurden Begleitmaßnahmen wie Lkw-Durchfahrtsverbote und Tempo-30-Regelungen eingeführt. Die mögen Autofahrer sicher nerven, den Kommunen bringen sie aber zumindest ein wenig Entlastung. Positive Effekte, die man in der verkehrsgeplagten Region Stuttgart gut gebrauchen kann.