Bietigheim-Bissingen Klare Niederlage für Biogutvergärung Bietigheim

Betretene Gesichter nach dem Bürgervotum (von links): Oberbürgermeister Jürgen Kessing, die Geschäftsführer Reiner Glock und  Rainer Kübler sowie Bürgermeister Joachim Kölz.
Betretene Gesichter nach dem Bürgervotum (von links): Oberbürgermeister Jürgen Kessing, die Geschäftsführer Reiner Glock und  Rainer Kübler sowie Bürgermeister Joachim Kölz. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / ANDREAS LUKESCH 18.07.2016
In Bietigheim-Bissingen wird keine Biomüllvergärungsanlage gebaut. Das ist das Ergebnis eines Bürgerentscheids vom Sonntag.

Der erste Bürgerentscheid in Bietigheim-Bissingen ist ein Erfolg für die Initiatoren und eine Niederlage für die Biogutvergärung Bietigheim GmbH. So hat Bietigheim-Bissingen abgestimmt: Von den 34.642 Berechtigten nahmen 15.679 an der Abstimmung teil (45,26 Prozent). Gültige Stimmen wurden 15.654 (89,84 Prozent) gezählt. Die Frage „Sind Sie gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände des Steinbruchs nördlich der Kayhstraße in Bietigheim-Bissingen?“ beantworteten 12.605 der Abstimmungsteilnehmer mit „Ja“. Sie entscheiden sich damit gegen die Biomüllvergärung an diesem Standort. Mit 36,38 Prozent Ja-Stimmen ist das Quorum erreicht, die Pläne für den Standort liegen für mindestens drei Jahre auf Eis.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing sprach von einem eindeutigen Ergebnis, das es zu akzeptieren gelte. Er sah aber auch eine Chance für die Stadt vertan und betonte: „An der Stelle wird es keinen neuen Anlauf geben.“ Jetzt sei der Landkreis am Zug, zu entscheiden, wie es mit der Verpflichtung zur Verwertung des Biomülls weitergehe.

Eine genaue Auflistung aller Abstimmungsergebnisse aus den einzelnen Wahlokalen sowie die ausführliche Berichterstattung finden Sie in der Printausgabe der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung am Montag.
 
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