Wohlstand Kaufkraft im Landkreis weit über Bundesschnitt

Kreis Ludwigsburg / bz 31.08.2018

Nachdem die IHK Anfang August bereits die Zahlen für die Region veröffentlicht hat (die BZ berichtete), legt jetzt die IHK Bezirkskammer Ludwigsburg nach und legt das Wohlstandsbarometer für den Landkreis Ludwigsburg vor.

Danach beträgt die sogenannte einzelhandelsrelevante Kaufkraft (Einkommen, das in den Einzelhandel fließt) im Kreis Ludwigsburg 7597 Euro pro Einwohner. Innerhalb der Kommunen ist der Kaufkraftabfluss in den Handel allerdings ganz unterschiedlich. „Die Bandbreite reicht von 8984 Euro pro Kopf in Gerlingen bis 6934 Euro in Gemmrigheim. „Dank der guten Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft pro Einwohner in unserem Landkreis fast 10 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Das macht ihn attraktiv für den Handel, der hier auf ein starkes Nachfragepotenzial trifft“ so Nicole Porsch, Vizepräsidentin der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg.

Insgesamt kommen im Landkreis Ludwigsburg im Jahr 2018 rund 4,12 Milliarden Euro einzelhandelsrelevante Kaufkraft zusammen. Der Umsatz im stationären Einzelhandel im Kreisgebiet liegt bei insgesamt 3,04 Milliarden Euro. Der größte Anteil davon, nämlich rund 1,02 Milliarden Euro, wird im Bereich der Stadt Ludwigsburg erzielt. Dies auch Dank der dezentralen Standorte wie etwa im Tammer Feld, heißt es in der Analyse der IHK.

Die Umsatzkennziffer, bezogen auf den Bundesdurchschnitt (100), eträgt 178,2. Das heißt, der Umsatz im stationären Einzelhandel liegt im Bereich der Stadt Ludwigsburg, bezogen auf die Einwohnerzahl, 78,2 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Bietigheim-Bissingen folgt mit knapp 356 Millionen Euro Umsatz (Umsatzkennziffer 134,4). „Der stationäre Einzelhandel steht zusammen mit der Gastronomie und weiteren Dienstleistungsangeboten für lebendige Innenstädte. Damit er sich erfolgreich behaupten kann, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören insbesondere eine gute Erreichbarkeit auch für den Individualverkehr und ausreichende attraktive Parkmöglichkeiten“, so Porsch weiter.

Den höchsten Netto-Kaufkraftzufluss verzeichnet das verkehrsgünstig an der B 27 gelegene und mit relativ viel Handelsfläche ausgestattete Kirchheim am Neckar. Die sogenannte Zentralitätskennziffer, die bei einem Wert von über 100 einen Netto-Kaufkraftzufluss ausweist, erreicht dort einen Wert von 172. Es folgen die Städte Ludwigsburg (168,2), Steinheim (120,6) und Bietigheim-Bissingen (117,1).

Vaihingen erreicht mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 7373 Euro hingegen lediglich eine Zentralitätskennziffer von 68,6, in Remseck sind es 8033 Euro einzelhandelsrelevante Kaufkraft pro Einwohner mit Zentralitätskennziffer 62,3. Schlusslicht beim Kaufkraftzufluss ist Hessigheim (Zentralitätskennziffer 16,5).

Info Diese und weitere Informationen enthält die Übersicht „Kennziffern für den Einzelhandel 2018“ der IHKBezirkskammer Ludwigsburg für alle 39 Kreiskommunen. Die Übersicht ist unter der Nummer 4169602 online auf der IHK-Homepage abrufbar. Grundlage sind Zahlen der Michael Bauer Research GmbH, der „CIMA Beratung + Management“ GmbH und der „BBE Handelsberatung“ GmbH.

www.stuttgart.ihk24.de

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