Tennis Jungprofis schlagen beim Grand Prix auf

bz 03.01.2018

Wie in den vergangenen Jahren schlagen die Tennis-Jungprofis zum Jahresbeginn beim Südwestbank Grand Prix in der Schwieberdinger Halle auf.Das Herren-Turnier mit 32er-Hauptfeld im Einzel und 16er-Hauptfeld im Doppel wird vom 7. bis 14. Januar ausgetragen. Es gehört nicht nur zur German Masters Series, der Nachwuchs-Turnierserie des Deutschen Tennis-Bundes (DTB), sondern wird beim Weltverband ITF auch in der hochklassigen „F 1 Futures“-Kategorie geführt. Entsprechend hochkarätig ist das Teilnehmerfeld: Auf Position eins gesetzt ist der Tscheche Marek Jaloviec, derzeit 269. der ATP-Weltrangliste, dahinter folgen die deutschen Jungprofis Jan Choinski (296, Koblenz) und Daniel Masur (346, Bückeburg), der als deutscher Meister antritt.

Lokalmatador aus Freiberg

Die direkte Qualifikation fürs Hauptfeld hat auch der Stuttgarter Christoph Negritu geschafft. Für Lokalkolorit sorgen der Korntaler Dominik Böhler und der Freiberger Gil Uwe Grund (TSG Backnang), die beide mit Wildcards bedacht wurden. Als Nummer 761 der Welt schaffte der Ukrainer Wolodymyr Uschylowski als Letzter den Sprung ins Hauptfeld. Beim Vorturnier können sich noch acht weitere Profis fürs Hauptfeld qualifizieren. Los geht es am Sonntag, 7. Januar, mit den Spielen der Qualifikationsrunde, die ersten Matches des Hauptfeldes sind dann ab 9. Januar zu sehen. Die Doppel-Konkurrenz beginnt einen Tag später. Das Finale des Doppel-Turniers steigt am 13. Januar, das Einzel-Endspiel folgt einen Tag darauf.

Das mit 15 000 US-Dollar dotierte Turnier findet wegen Regeländerungen der ITF sowie der Spielervertretungen ATP und WTA zum letzten Mal in der bisherigen Form statt: Ab 2019 vergibt die Profi-Vereinigung ATP für 15 000-Dollar-Turniere keine direkten Weltranglistenpunkte mehr. Ab 2020 gibt es dann auch für die 25 000-Dollar-Turniere keine Punkte mehr für die Bestenliste. Der Pro Circuit wird in eine „Transition Tour“ umgewandelt, bei der es nur noch Bonuspunkte gibt, die zur Teilnahme an den wesentlich höher dotierten Challenger-Turnieren der ATP berechtigen.

Ob Turnierdirektor David King auch 2019 um Weltranglistenpunkte spielen lässt, steht noch in den Sternen. „Es war schon schwer genug, das Preisgeld auf 15 000 Dollar anzuheben“, sagt der gebürtige US-Amerikaner. Fast unmöglich sei es bei der derzeitigen Sponsorenlage, den Sprung in die nächsthöhere Kategorie zu schaffen, der zumindest 2019 noch einmal ein Weltranglistenturnier garantieren würde.