Programm Junge für Literatur begeistern

Die Begeisterung für Literatur und das Schreiben bei jungen Menschen soll ein neues Programm, an dem auch das Deutsche Literaturarchiv Marbach beteiligt ist, wecken. In Marbach werden Autoren für Besuche in Schulklassen geschult. 
Die Begeisterung für Literatur und das Schreiben bei jungen Menschen soll ein neues Programm, an dem auch das Deutsche Literaturarchiv Marbach beteiligt ist, wecken. In Marbach werden Autoren für Besuche in Schulklassen geschult.  © Foto: gpointstudio
Ludwigsburg / Frank Ruppert 10.08.2018

Mit dem Programm „Weltenschreiber“ startet in mehreren Bundesländern ein neues Kinder- und Jugend-Literaturvermittlungsprogramm der Robert Bosch-Stiftung. Als Partner unterstützt das Deutsche Literaturarchiv (DLA) Marbach das Programm, das in Kooperation mit den Kultusministerien in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie einer Reihe deutscher Stiftungen und Universitäten ins Leben gerufen wurde.

Durch die Teilnahme am Programm „Weltenschreiber“ erweitert das Deutsche Literaturarchiv Marbach sein Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche sowie Lehrkräfte, das unter anderem Workshops, Seminare, Autorenlesungen und die Projekte der Literaturschule LINA sowie der Kulturakademie der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg umfasst, heißt es in einer Mitteilung des Literaturarchivs. Die beteiligten Autoren werden am Deutschen Literaturarchiv Marbach für ihre Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern geschult. „Ich denke das Projekt fängt im nächsten Schuljahr bei uns an und wir werden uns vor allem auf die Fortbildung von Lehrern und Autoren kümmern“, erklärte DLA-Pressesprecherin Alexa Hennemann auf Nachfrage der BZ.

Zentrale Bausteine des Programms sind Schreibwerkstätten mit bekannten Autoren, die im regulären Deutschunterricht an Schulen unterschiedlicher Schulformen stattfinden, und eine 18-monatige Fortbildung für Lehrkräfte zum literarischen Schreiben. Darüber hinaus soll damit das literarische Schreiben an Schulen und außerschulischen Lernorten langfristig etabliert werden.

Die Literaturhäuser in Stuttgart und Rostock sowie das Literarische Zentrum Göttingen setzen das Programm „Weltenschreiber“ in den drei beteiligten Bundesländern in der Pilotphase von 2018 bis 2020 um. Zudem ermöglicht die beabsichtigte Kooperation mit dem Goethe-Institut deutschen Auslandsschulen in zehn weiteren Ländern, am neuen Programm teilzunehmen.

Das Programm richtet sich laut Robert Bosch-Stiftung an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren, Autoren, Lehrer aller Schulformen sowie an Literaturhäuser und Universitäten. Das Programm konzentriert sich auf die Methoden des literarischen Schreibens, weil sie, neben dem Sprach- und Ausdrucksvermögen, auch die (Selbst-)Reflexion und Empathie für andere Denk- und Handelsweisen fördern und es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. Alle zwei bis drei Jahre (erstmals im Jahr 2020) sieht das Programm darüber hinaus ein großes „Weltenschreiber“-Festival vor, auf dem entstandene Werke aller Beteiligten und weitere innovative Literaturvermittlungsformate vorgestellt werden.

Bildung und Forschung stehen im Fokus

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) ist nach eigenen Angeben eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit. In seinen Sammlungen vereinigt und bewahrt es eine Fülle kostbarster Quellen der Literatur- und Geistesgeschichte von 1750 bis zur Gegenwart. Seit seiner Gründung im Jahr 1955 dient es der Literatur, der Bildung und der Forschung. Die Sammlungen stehen allen offen, die Quellenforschung betreiben. bz

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