Ein Rückblick ist manchmal ganz gut, um Dinge im richtigen Verhältnis zu sehen. Früher, also vor den Zeiten des Internets, kam auch bei der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung die Post einmal ins Haus. Mitteilungen wurden in eine Abteilung weitergegeben, dort abgeschrieben, nach dem Abspeichern wurde eine Nummer vergeben, mit der man das Manuskript im System dann aufrufen und redaktionell bearbeiten konnte. Diese Einsendungen, die heute täglich zu Hunderten über E-Mail in die Redaktion geschickt werden, und oft mit eigenen Recherchen angereichert werden, sind ein Bestandteil des Thementableaus.

Bei allen Einsendungen gilt, egal, ob von Firmen, Ämtern, Vereinen, Kirchen und anderen Institutionen: Kein Manuskript kommt so in die Zeitung, wie es eingeschickt wurde. Sprich, Manuskripte werden redaktionell bearbeitet, weil es gilt, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.

Ein weiterer Bestandteil der Themenfindung ist die Wahrnehmung von Terminen. In der täglichen Blattkonferenz unserer Zeitung um 16.30 Uhr werden diese Termine immer für den übernächsten Tag in den Blick genommen, bewertet – und dann entschieden, ob man sie besetzt oder nicht. Viele dieser Termine sind Pflichttermine: Zum einen wegen ihrer Gewichtung, wie etwa Gemeinderatssitzungen in Bietigheim-Bissingen, oder auch wegen der Konkurrenzsituation. Was viele nicht wissen: Der Landkreis Ludwigsburg zählt in Deutschland  zu jenen Regionen mit der höchsten Zeitungsdichte.

Eines der wichtigsten Säulen der Themenfindung sind jene Themen, die die Redaktion selbst setzt, manchmal kommt der Anstoß von außen. Immer donnerstags findet um 11 Uhr in der Redaktion eine rund einstündige Themenkonferenz statt, in der wichtige Artikel und Termine für die nächste Wochen besprochen und festgeschrieben werden.

Diese Planung gibt Sicherheit für die tägliche Arbeit, wobei die Redaktion der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung jederzeit auch auf aktuelle Tagesgeschehnisse reagiert.