Immer wieder wird der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung vorgeworfen, dass zu wenige Leserbriefe erscheinen oder dass Leserbriefe gar unterschlagen werden.

Festzuhalten ist, dass mit der Verbreitung der sogenannten „Sozialen Medien“ wie Facebook, Twitter usw. die Zahl der Leserbriefe an die Printmedien nachgelassen haben. Aus diesem Grund sammelt unsere Zeitung über einen gewissen Zeitraum stets vier bis fünf Leserbriefe, um diese, eventuell auch mit einem Foto, dann gesammelt zu veröffentlichen – und nicht vereinzelt im Blatt zu verstreuen.

Versucht wird immer, diesen Zeitraum so kurz wie möglich zu halten. Selbst wenn die Redaktion damit Gefahr läuft, ein Leserbrief-Thema eine entsprechende Zeit später in der Zeitung zu haben.

Diese Vorgehensweise steht   den Gepflogenheiten von Facebook und Co. diametral gegenüber. In den „Sozialen Medien“ werden Nachrichten schnell geschrieben und schnell verbreitet, ganz gleich wie hoch der Wahrheitsgehalt ist, der kaum nachprüfbar ist.

Ein Leserbrief braucht dagegen Zeit. Er ist in der Regel das Resultat eines längeren Prozesses. Ein lokales Problem wird sichtbar, man denkt darüber nach und formuliert seine eigenen Gedanken dazu.

Manchmal sind Leserbriefe auch Anregungen für die Redaktion, ein angesprochenes Thema weiter zu vertiefen, was oft im Sinne des jeweiligen Leserbriefschreiber ist.

Anlass für einen Leserbrief an die Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer  Zeitung ist in den meisten Fällen ein Beitrag in der Zeitung beziehungsweise in der Onlineausgabe oder es ist eine Antwort auf einen anderen Leserbrief.

 Durch einen Leserbrief hat man die Möglichkeit, eine vermeintlich falsche oder einseitige Berichterstattung zu kritisieren, sie zu ergänzen oder ihr zuzustimmen. Wenn ein Artikel einen Leser zu einer Stellungnahme motiviert hat, sollte man sich schnell ans Schreiben machen. Leserbriefe sind für die Redaktion ein Draht zum Leser, andersherum ist es ebenso.

Die Chancen einer Veröffentlichung des Briefes steigen, wenn man folgende Dinge beachtet: Leserbriefe sollten nicht mehr als eine halbe Seite umfassen. Je kürzer sie sind, desto weniger muss die Redaktion kürzen.

Und auch dies muss gesagt sein: Das Recht auf Kürzungen behält sich die Redaktion ebenso vor, wie das Recht, einen Leserbrief gar nicht zu veröffentlichen. Denn ein Recht auf Veröffentlichung gibt es bei Leserbriefen nicht. Vermeiden sollte man, sich  zu allgemeinen oder landläufigen Meinungen zu äußern, vielmehr sollte man mit einem Leserbrief  anderen Lesern neue Aspekte eröffnen.

Lobeshymnen, an wen auch immer, aber auch private Erinnerungen, auch sogenannte „Offene Briefe“ oder Gedichte, so nett sie auch sein mögen, sind keine Leserbriefe. Leserbriefe mit polemischem Inhalt oder Beleidigungen werden ebensowenig  veröffentlicht.

Die Redaktion wird es auch vermeiden, Antworten und dann wieder Gegenantworten auf Leserbriefe gleicher Personen zu veröffentlichen. Der Grund: Irgendwann sind die Argumente ausgetauscht.

Schicken Sie Ihren Text mit dem Betreff  „Leserbrief“ per E-Mail an redaktion@bietigheimerzeitung.de und nennen Sie den Titel des BZ-Artikels, auf den Sie sich beziehen, sowie den Erscheinungstermin. Wichtig: Geben Sie Ihren vollständiger Namen sowie Adresse und Telefonnummer an. Bei allem gilt: Wir freuen uns grundsätzlich über jeden Leserbrief.