Vielen Jugendlichen fehlt auf dem Weg ins Berufsleben die Orientierung und/oder das Selbstvertrauen“, sagt Billur Münker. Der selbständigen Personalberaterin ist es deshalb jedes Mal ein persönliches Erfolgserlebnis, jungen Menschen in der entscheidenden Lebensphase den richtigen Weg gezeigt zu haben. Und weil das bereits fünfmal der Fall war, ist sie im vergangenen Jahr von der Stadt Freiberg auch mit dem „Freiberger Dank“ geehrt worden.

Auch Silke Höfer ist begeistert von ihrem Ehrenamt. „Ich habe einfach Spaß und Freude an der Zusammenarbeit mit Jugendlichen“, verrät die in Ottmarsheim lebende Frau ihre Beweggründe. Schließlich bewirke ihr Engagement bei jedem jungen Menschen irgendwann etwas, und zwar unabhängig vom Ergebnis, denn jeder habe „mindestens eine zweite Chance verdient“. Sie hält es mit Albert Schweitzer, der sagte: „Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, geht nicht verloren.“ Auf diese Weise hat sich die Angestellte der Freiberger Firma Herco (Wassertechnik) auch als Patensprecherin in den Jobbrücke-Vorstand wählen lassen.

Diplomingenieur Ulrich Müller ist inzwischen Rentner, aber noch immer ein unruhiger Geist und ständig einsatzbereit. Viele Freiberger kennen ihn als Initiator der Güterschuppen-Initiative. Natürlich ist er ebenfalls schon mehrfach Pate von Schulabgängern gewesen und für die Jobbrücke inzwischen so etwas wie der Kontaktmann zwischen der Oscar-Paret-Schule und dem Verein.

Warum er sich das antut? „Unsere Zukunft sind unsere Kinder“, sagt Müller, „deshalb möchte ich mithelfen, allen Schulabsolventen der OPS eine Lehrstelle oder eine weiterführende Schulausbildung zu ermöglichen“.

Billur Münker indes hat noch ein anderes Anliegen: „Im Teenageralter entscheiden zu müssen, welchen Beruf man später ausüben möchte, kann ganz schön Druck machen.“ Leider stehe den Jungen und Mädchen nicht immer ein kompetenter Erwachsener in dieser Situation zur Verfügung. Billur Münker: „Deshalb wäre es toll, wenn noch mehr hilfsbereite Menschen eine Patenschaft bei der Jobbrücke übernehmen würden.“ Und auch Ulrich Müller bittet um Beistand für die Jobbrücke.

Wer sich engagieren möchte, sollte am kommenden Dienstag (6. März, 19.30 Uhr) zu einem Informationsabend für Neupaten in den Nebenraum Roßwein des Bürgerzentrums „Prisma“ kommen. Dort erfahren Interessenten, welche Voraussetzungen notwendig sind und welches Infomaterial der Verein „Jobbrücke Freiberg - Vorberufliche Jugendförderung“ zur Verfügung stellt. Am 16. April soll im Prisma (Raum Erzin) die Auswahl der Schüler der Staffel 10 durch die Paten und am Montag, 14. Mai, 19 Uhr, im Musiksaal der OPS die Paten-Schüler-Zusammenführung erfolgen.

Info Alle Informationen gibt es außerdem auf der Homepage der Jobbrücke. Anmeldungen  können sowohl telefonisch unter der Rufnummer (07141) 6 49 92 82 als auch schriftlich an die Adresse Bahnhofstraße 41, 71691 Freiberg erfolgen.

www.jobbruecke-freiberg.de