Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Kreisstraßen lag im vergangenen Jahr bei insgesamt 16 849. Das sind exakt 300 mehr als im Jahr zuvor. Dies geht aus dem Jahresbericht der Kreisverwaltung Ludwigsburg hervor.

16 Personen verstarben

Bei 529 Unfällen auf den Kreisstraßen erlitten vier Personen (Vorjahr: eine Person) tödliche Verletzungen. Betrachtet man alle Straßen im Landkreis Ludwigsburg, verloren bei Verkehrsunfällen insgesamt 16 Personen (Vorjahr: elf) ihr Leben. Auch die Zahl der Verletzten ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die hauptsächlichen Unfallursachen im Jahr 2018 waren erneut Vorfahrtsverletzungen, zu geringer Abstand und überhöhte Geschwindigkeiten. Die jährlich vorgelegt Statistik soll dem Landkreis als Straßenbaulastträger Entscheidungshilfen für bauliche Maßnahmen geben, die die Verkehrssicherheit verbessern. Der Fahrzeugbestand stieg erneut: In den vergangenen fünf Jahren kamen mehr als 30 000 Fahrzeuge im Landkreis hinzu. Rund 433 000 waren 2018 bei der Kraftfahrzeugzulassungsstelle registriert.

Im vergangenen Jahr kam es zu neuen Unfallschwerpunkten. In Bönnigheim ist es die Cleebronner Straße (K 1680). 2018 wurden dort sechs Unfälle am ruhenden Verkehr aufgenommen. Es gab keine Verletzten. Die Kosten betrugen 37 800 Euro. Bei den Unfällen handelt es sich überwiegend um abgefahrene Außenspiegel und anschließende Fahrerfluchten.

In Bietigheim-Bissingen ist es die Freiberger Straße. Im Jahr 2018 wurden dort insgesamt acht Unfälle aufgenommen. Die Verkehrsbehörde der Stadt Bietigheim-Bissingen sieht laut Kreisverwaltung „aktuell keine verkehrsrechtlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation“ vor. Die Unfallkommission wird noch zusammentreten.

Auf der Bietigheimer und Bissinger Straße in Tamm ereigneten sich insgesamt fünf Vorfahrtsunfälle. Die Unfallkosten liegen bei 88 900 Euro. Drei Personen wurden leicht verletzt. Bei einem Unfall war ein Mofafahrer beteiligt, der die Vorfahrt missachtete.