Der größte Schwung kam bei der Eröffnung morgens um zehn aufs Bönnigheimer Schlossfeld. Schüler der Abschlussklassen umliegender Schulen hatten teils schon fertige Bewerbungen dabei, konnten sich über die Ausbildungsberufe bei den Hohenstein Instituten informieren, Fragen stellen und auch die Bereiche begutachten für die sie sich interessieren.

Im großen Raum gab es Informationen über die Ausbildung zum Laboranten, Fachprogrammierer und kaufmännischen Angestellten aber auch Jobangebote für Fachkräfte, die  gesucht werden.

Textilingenieure gesucht

Besonders gesucht werden Textilingenieure und -laboranten für den großen Textilbereich, in dem rund 200 Mitarbeiter tätig sind. Insgesamt 15 Azubis machen  in den neuen Räumlichkeiten am Hohensteiner Schloss ihre Ausbildung, und sie werden oft übernommen. Denn auch hier gibt es wie überall Fachkräftemangel, nachdem die Institute stark gewachsen sind. Waren es vor zehn Jahren noch rund 250 Mitarbeiter, so sind es aktuell rund 700.

„Im Textilbereich hätten wir gerne noch mehr“, sagt die stellvertretende Personalchefin Daniela Kurfiss, die die Veranstaltung im vierten Jahr mitorganisiert hat. Auch die IT-Abteilung könnte noch mehr gebrauchen, ergänzt Personalleiter Dr. Markus Ostrop, der ebenfalls auf dem Bewerbertag vor Ort ist. „Wir sind weiterhin auf Wachstumskurs“, so Ostrop, „aber der Fachkräftemangel macht sich in der Textilbranche sehr stark bemerkbar“.

Im Foyer hatten Schüler der Kirchheimer Schule auf dem Laiern ihren Stand mit Kaffee und Kuchen aufgebaut, die Schule ist Bildungspartner des Bönnigheimer Unternehmens. An dieser Schule stellen sich die Institute auf Elternabenden vor, ebenso beteiligen sie sich auf den Berufsinformationstagen des Bönnigheimer Gymnasiums und der Realschule. Auch auf der Berufsausbildungsmesse BANE in der Besigheimer Kelter sei man seit drei Jahren vertreten, erklärt die stellvertretende Personalleiterin. Hierher kommen ganze Schulklassen, denen die Institute ihre Arbeit vorstellen.

Dualer Studiengang

Mit der Dualen Hochschule   Stuttgart arbeiten die Institute bereits zusammen, ein dualer Studiengang im Bereich Controlling wird angeboten. Und in diesem Bereich möchte man auch weitermachen. Die Institute sind auf die DHBW Heilbronn zugegangen, haben gemeinsame Gespräche geführt und sind nun Ausbildungsbetrieb zum neuen Studiengang „Fashion Management“.

Starten werde demnächst auch ein Student der Informatik der DHBW Stuttgart, erklärt Kurfiss. Bei den Hochschulen stehen auch die Textilhochburgen Reutlingen und Mönchengladbach im Mittelpunkt, mit denen die Hohenstein Institute kooperieren.

„Die Bewerber werden in den Schulen schon sehr gut vorbereitet“, ist Kurfiss überzeugt. Aber auch auf dem Schlossfeld biete man einmal im Jahr ein Bewerbertraining an. Es gibt ein Vorstellungsgespräch, die Schüler bekommen ein Feedback und wissen anschließend, worauf sie achten müssen. Manche davon sehe man dann auf dem Bewerbertag wieder, so die stellvertretende Personalleiterin. Auch Fachkräfte werden gesucht im Unternehmen, in dem  Fortbildung groß geschrieben wird. In der „Hohenstein Academy“ gibt es Veranstaltungen und Schulungen zum Textilen Grundwissen, Bekleidungstechnik und Sicherheit.

Auf textile Produkte spezialisiert


Die Hohenstein Institute sind ein Familienunternehmen, das seit mehr als 70 Jahren auf die Prüfung, Zertifizierung und Erforschung textiler Produkte aller Art spezialisiert ist. Als international anerkannter  Partner begleiten die Institute  Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette dabei, ihre Produkte erfolgreich in den Markt zu bringen. Durch neue Erkenntnisse aus der Forschung über die Durchführung erforderlicher Prüfungen und dem Ausstellen unabhängiger Zertifikate bis hin zum Produktlaunch und der Vermarktung am Point-of-Sale. Mittlerweile in dritter Generation geführt, arbeiten rund  1000 Mitarbeiter am Stammsitz in Bönnigheim sowie in den Laboren und Auslandsbüros rund um den Globus an maßgeschneiderten Prüf- und Serviceangeboten für individuelle Anforderungen.