Oberriexingen / Vivien Staib  Uhr

Um auf ein richtiges Inselfest zu gehen, muss man nicht erst ans Meer fahren: Einmal im Jahr findet in der kleinsten Stadt des Kreis Ludwigsburg das traditionelle Inselfest des Musikvereins Stadtkapelle Oberriexingen statt. In dem aufgebauten Festzelt finden rund 1000 Besucher Platz zum Plaudern, Tanzen und Feiern. An diesem Montag kann bei geselliger Runde und bei diverser Livemusik durch den Musikverein Stadtkapelle Oberriexingen der letzte Tag des traditionellen Inselfests genossen werden. Bis um Mitternacht kann noch bei Tanzmusik das Tanzbein geschwungen werden. Ausgeschilderte Parkmöglichkeiten gibt es auf einer Wiese am Ortseingang von Unterriexingen kommend.

Zünftige Volksmusik

Freitagabend und Samstagabend wurden die Besucher mit Live-Bands verwöhnt und Sonntag und Montag wird traditionelle, zünftige Volks- und Tanzmusik gespielt. Die Live-Band Troglauer, die am Samstagabend ihr oberpfälzisches Volksmusik-Repertoire nach dem Motto „Friede, Freude, Volxmusik“ zum Besten gab, lies den Besuchern auch wirklich keine Zeit für Tanzpausen: Das Musikprogramm aus Volk-Rock-Kompositionen lud zum Tanzen und Feiern ein. Die Band heizte eineinhalb Stunden am Stück den zahlreich erschienenen Besuchern, Jung und Alt, ordentlich ein. Mit Schlager- und Volksmusikhits wie „Cordula Grün“ und „1001 Nacht“ aber auch eigenen Liedern, erreichten sie die breite Masse und animierten auf der Inselgaudi. Nach einer kurzen Pause ging es natürlich weiter und sie spielten weitere eineinhalb Stunden durch.

Das Catering war ebenso breit aufgestellt, wie die Musik: Sowohl für Weinkenner, Cocktailtrinker als auch für Bierliebhaber war bestens gesorgt. Auch die Oberriexingerin Friederike Hess besuchte am Samstagabend zusammen mit zwei Freundinnen das Inselfest, da sie letztes Jahr nicht kommen konnte: „Wir sind heute Abend wegen der Live-Band hier und die Musik ist echt super und animiert zum Tanzen und Feiern. Auf dem Inselfest ist es auch einfach immer schön, weil man die Leute kennt und wiedersieht.“

Uwe Zimmermann, Leiter der Kommunikation des Musikvereins Stadtkapelle Oberriexingen, erklärt, dass je nach Tag unterschiedliches Publikum erscheint: „Freitag und Samstag erscheint eher junges Publikum. Aus diesem Grund passt die Musik der Livebands Good News und Troglauer super für die beiden Abende. Sonntag sind vor allem Familien auf dem Traditionsfest und Montag ist das Publikum gemischt“.

Das Inselfest gibt es laut Zimmermann schon seit Jahrzehnten und sei aus Oberriexingen nicht mehr wegzudenken: „Begonnen wird mit der Organisation drei Monate vor Festbeginn. Es werden dann verschiedene Teams erstellt, die sich um Planung, Programm, Catering, Kommunikation, Werbung kümmern“, erklärt er. Mehr als 500 ehrenamtliche Helfer sind an den vier Tagen auf der Enzhalbinsel aktiv und helfen im Ausschank, an der Kasse, am Eingang und hinter den Kulissen aus.

Plakate an der Straße

Auch Julien Gergen genießt am Samstag seine Freizeit, nachdem er am Mittag als freiwilliger Helfer fünf Stunden lang die Bühne aufgebaut hat: „Die Musik ist echt der Hammer und ich bin froh, dass ich jetzt auch bei Weizen und Fleischbrot entspannen und feiern kann“. Dass auf dem Oberriexinger Traditionsfest Festzelt und Wasenstimmung aufkommt, bestätigen auch Celine Götz aus Ensingen und Alisa Schäfer aus Eberdingen, die am Samstagabend das Inselfest besuchten: „Man fühlt sich schon ein bisschen wie in einem Festzelt des Cannstatter Wasens, die Troglauer machen echt Stimmung. Wir haben eher zufällig mitbekommen, dass das Inselfest jetzt stattfindet, da wir es auf Plakaten an der Straße gesehen haben“, finden die beiden. „Das Inselfest ist wie eine kleine Version des Vaihinger Maientags – nur viel besser“, fügt der Kommunikationsleiter Uwe Zimmermann lachend hinzu, der am Samstagabend ebenfalls aushalf und natürlich auch mitfeierte.