DRK-Kreisverband Ingersheimer wird DRK-Kreisvorsitzender

Sie führen künftig den Kreisverband:  Walter Adler (links) und Markus Haag.
Sie führen künftig den Kreisverband: Walter Adler (links) und Markus Haag. © Foto: DRK
Ingersheim / bz 27.06.2017

Bei der Kreisverbandsversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die am Freitagabend in der Ingersheimer SKV-Halle stattgefunden hat, wurde die Verbandsspitze neu gewählt, da der bisherige erste Vorsitzende Dr. Utz Remlinger, und einer seiner beiden Stellvertreter, Bürgermeister Uwe Seibold aus Kirchheim, aus beruflichen Gründen zurückgetreten waren.

Adler wird gewählt

Als Kandidaten für die noch zwei Jahre bis zu den nächsten turnusgemäßen Wahlen standen für die beiden Posten zwei bekannte Kandidaten bereit. Für den Posten des Vorsitzenden stellte sich  der Vorsitzende des Ortsvereins Ingersheim und Gastgeber der Kreisverbandsversammlung, Walter Adler, zur Wahl. Der 76-jährige Rentner  war bisher zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes. Als sein Stellvertreter stand der zweite Vorsitzende des Ortsvereins Vaihingen, Markus Haag, zur Wahl. Beide wurden mit überwältigenden Mehrheiten von den Delegierten gewählt.

Überraschend stellte sich Claudia Junge-Ilges aus Hemmingen zur Wahl. Die Delegierten entschieden sich gegen eine Kampfabstimmung um den Stellvertreterposten und folgten einem Antrag, wie bisher mit zwei Stellvertretern zu arbeiten. So fand dann auch die Kandidatur von Claudia Junge-Ilges  eine ausreichende Mehrheit.

Utz Remlinger und Uwe Seibold  hatten 2011 die Führung zusammen mit Walter Adler übernommen, als der Kreisverband finanziell am Ende schien. Nun scheint es, so teilt der DRK-Kreisverband mit,  als ob der Kreisverband sich langsam finanziell erhole, heißt es in der Mitteilung. Für diese Einschätzung sorgte Kreisgeschäftsführer Manfred Hormann, der bei seinem Bericht verkünden konnte, dass der Kreisverband erstmals nach zwölf Jahren mit hohen Defiziten ein positives Ergebnis vermelden kann. Das fällt bei einem Umsatz von rund 14 Millionen zwar mit 27 000 Euro bescheiden aus, aber schon bei seinen Budgetierungen für das laufende Jahr sieht der hauptamtliche Geschäftsführer deutlich verbesserte Zahlen und prognostiziert einen Gewinn von 200 000 Euro.

Finanzen erholen sich

Als Ursachen für die Erholung nennt Hormann neben positiv verlaufenden Tarifverhandlungen mit den Kostenträgern für Rettungsdienst und Krankentransport vor allem Umstrukturierungen im Kreisverband. Dabei darf nicht übersehen werden, dass der Rettungsdienst/Krankentransport auch im Berichtsjahr 2016 sein Defizit zwar um 75 000 Euro verminderte, aber immer noch ein Minus von 128 000 Euro einfuhr. Hormann ließ keinen Zweifel daran, dass hier in der Zukunft weitere Aufgaben warten. Ebenso im Bereich der Sozialarbeit, deren Defizit um 23 000 Euro auf 239 000 Euro gesenkt werden konnte. Positiv ist das Ergebnis der allgmeinen Rot-Kreuz-Arbeit die ein Plus von 395 000 Euro einfuhr.

Weitere Arbeitsfelder machte Hormann im Bereich der Verbindlichkeiten aus, denn immer noch hat der Kreisverband Schulden in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Allerdings sind von diesen gegenüber dem Landesverband rund 1,1 Millionen, gegenüber den Ortsvereinen im Kreisverband 1,4 Millionen zu veranschlagen. Hormann verwies darauf, dass die Liquidität gesichert sei und nannte als Ziel die weitere Konsolidierung sowie den Aufbau der abgeschmolzenen Eigenkapitaldecke.  Die Versammlung hatte der Ortsverein Ingersheim übernommen, da er in diesem Jahr 50 Jahre alt wird.

Ehrungen des DRK-Kreisverbands

Mit der Ehrenmedaille in Bronze wurden Gisela Hahn-Flegl (Sachsenheim, Notfallseelsorge) und Tanja Freund (Rettungshunde) ausgezeichnet. Silber bekamen Stefan Scheuerle (Murr) und Roland Wöhrle (Großbottwar) sowie Stephanie Bätzner, Leiterin des Jugendrotkreuzes Poppenweiler. Gold gab es dann für Franz Weiss (Münchingen) und für Uwe Adler (Ingersheim). bz

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