Jahresgespräch Hohe Einnahmen durch Eichwald

Bürgermeister Frank Wittendorfer aus Oberriexingen an der Rathaustür.
Bürgermeister Frank Wittendorfer aus Oberriexingen an der Rathaustür. © Foto: MARTIN KALB
Oberriexingen / Von Yasina Hipp 11.01.2019

Sein erstes volles Jahr als Bürgermeister liegt nun hinter ihm. Oberriexingens Bürgermeister Frank Wittendorfer hat sich im Rathaus gut eingelebt, vieles angestoßen und auf die Beine gestellt.

Persönliche Bilanz: Hinter Frank Wittendorfer liegt ein aufregendes und bewegtes Jahr, welches er als Bürgermeister gestaltet hat. „Das Jahr hatte so seine Höhen und Tiefen, aber so langsam sind wir in die Spur eingebogen, dass wir alle Themen im Griff haben“, so Wittendorfer. In diesem Jahr 2018 ist auch viel Unvorhergesehenes auf den Schultes zugekommen. Vor allem die personellen Veränderungen, durch den Amtsleiterwechsel und den zweimaligen Wechsel des Stadtkämmerers, bedeuteten viel Unruhe. Wittendorfer meinte: „Insgesamt war es ein positives Jahr, vor allem auch mit den Veranstaltungen zum Jubiläum. Mein persönlicher Einsatz war enorm.“

Die wichtigsten Investitionen 2018: Frank Wittendorfer stieß gemeinsam mit dem Gemeinderat viele neue Projekte an. Die Umsetzung dieser Projekte erfolgt aber erst im kommenden Jahr. Die Errichtung einer neunten Kindergartengruppe, die Sanierung des Obdachlosen- und Asylantenheims, die neuen Fahrzeuge für den Bauhof und auch die neuen Helme für die Feuerwehr zählen aber noch in das Jahr 2018.

Die Haushaltslage Ende 2018: „Dieses Jahr ist ein sehr positives für unseren Haushalt, unsere Rücklagen sind sehr ordentlich (mehr als 3,3 Millionen Euro)“, so Wittendorfer, „zudem ist unsere Stadt das erste Mal in der Geschichte im Kernhaushalt schuldenfrei.“ Ende des Jahres beschloss die Stadt in Abstimmung mit den Gemeinderäten, ein Darlehen aus dem Jahr 2013 frühzeitig zu tilgen.

Aussichten auf die Entwicklung 2019: Nachdem die Gemeinderäte in diesem vergangenen Jahr vieles geplant, diskutiert und Grundsteine gelegt haben, wird im Jahr 2019 dann etwas zu sehen sein. „Hier werden dann auch höhere Ausgaben zu erwarten sein als 2018“, meinte Frank Wittendorfer. Zudem sehe er auch die hohen Einnahmen durch den Gewerbepark Eichwald weiterhin als sehr positiv für Oberriexingen an. Auch von der Süd- und Westerweiterung könne die Stadt nur profitieren.

Die wichtigsten Projekte 2019: „In den kommenden Wochen und Monaten werden endlich die Handwerker anrücken“, freute sich der Schultes. Die Realisierung aller geplanten Objekte steht im kommenden Jahr an. Dazu gehört vor allem der Funpark, inklusive der Pumptrackstrecke, der ab dem Sommer in Betrieb genommen werden soll. Dann stehen noch das Stadtmauerareal und die Fertigstellung der Sporthallensanierung an.

Ganz besonders gespannt ist der Bürgermeister auch auf die Neugestaltung der Theodor-Storm-Straße, die im Gemeinderat lange behandelt wurde.

Ein offener Punkt ist weiterhin eine Arztpraxis in Oberriexingen. Wittendorfer sagte: „Ich hoffe sehr, dass wir einen Arzt hier in eine Wohnung bekommen, die man dann in eine Praxis umgestalten könnte. Das wäre ein großer Gewinn für die Stadt.“

Persönliche Erwartungen: Mit dem Wechsel der Hauptamtsleiterin und dem zweimaligen Wechsel des Stadtkämmerers herrschte im Oberriexinger Rathaus einiges an Unruhe im vergangenen Jahr. Frank Wittendorfer meinte: „Ich wünsche mir für 2019 eine Personalkontinuität und somit dann auch mehr Schultern, auf die ich die ganzen Aufgaben verteilen kann.“ Er betonte aber gleichzeitig auch, dass das Rathausteam immer besser zusammenwachse und die Zusammenarbeit gut klappen würde. Zudem weiß er: Die momentan gute Konjunktur stützt das Wohlergehen der Stadt und der Bürger, dies solle so lange wie möglich so bleiben.

Sorgenkinder: Eine der größten und am schwersten zu bewältigenden Aufgaben wird die Kinderbetreuung sein. Auch Oberriexingen muss weitere Betreuungsplätze schaffen, eine Idee ist der Naturkindergarten. Auch die Wahl der Gemeinderäte steht vor der Tür. „Ich hoffe, wir können danach weiter konstruktiv arbeiten und das gute Verhältnis erhalten“, so Wittendorfer. Das Thema Tempo 30 in der Stadt wird auch noch einen Platz auf der Agenda finden.

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