Bietigheim-Bissingen Hilflos in der Hitze der Nacht

Bietigheim-Bissingen / Jürgen Kunz 03.07.2018

Was für eine Nacht. Hilflos ausgesetzt den Angriffen der blutsaugenden Monster, die jetzt, nach der Vermählung in irgendwelchen schwühl-warmen Wasserlöchern, ihre Hochzeit des Jahres feiern. Es ist selbstverständlich, dass man die Fenster des  Heims mit Fliegengittern gegen die Quälgeister sichert. Dennoch schaffte es eine der durchtriebenden Schnaken, Einlass in das heimische Schlafzimmer zu finden – und muss sich wie im Paradies gefühlt haben. Denn Gitter, die normalerweise das Eindringen von außen verhindern sollen, sorgen in diesem Fall dafür, dass der stechlustige Eindringling nicht wieder entfleucht. Und mit einem zermürbenden Summen kündigt die Schnake ihre unheilbringendes Stiche an. Da hilf nur die Sprühflasche mit ebenso tödlichem wie erleichterndem Inhalt. Doch wenn diese leer ist, muss man dem surrenden Ungetüm die Stirn bieten, im reinen Wortsinn. Soll sie doch stechen, möglichst schnell. Damit sie mit dem Blut des Gepeinigten für vielfachen Nachwuchs sorgen kann. Und dann soll sie Ruhe geben.

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