Aus der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am Samstagabend in der Fahrzeughalle trat die Eigenheit heraus, dass sich die Ingersheimer stets gut zu helfen wissen. Kommandant Andreas Fritz sieht die Feuerwehr bei Bränden, im Katastrophenschutz und bei der technischen Hilfeleistung immer „diszipliniert und routiniert“ im Einsatz. Auch legen sie selbst Hand an, etwa beim Bau des neuen Schiffseinlasses.

Viele Einsätze der Wehr

Ende Januar war ein Autofahrer durch die Friedhofsmauer gebrochen und kurz vor einer Grabreihe zum Stehen gekommen. Anfang März brannte eine Wengerter-Hütte. Tags drauf wollten die Wehrmänner gerade einen Baum vor dem Sturm retten, als zwei Straßen weiter ein in einer Wohnung eingeschlossenes Kleinkind gemeldet wurde.

Nach seinem Bericht über die Brände bedankte sich der Kommandant bei den Gemeinderäten für die „ordentliche und angemessene Ausrüstung“. Das neue Löschfahrzeug ist bestellt, hat aber eine Lieferzeit von zwei Jahren. Dafür sind die Ingersheimer jetzt mit dem Boot schneller. In Eigenleistungen für den neuen Schiffseinlass baggerten, schliffen, betonierten und armierten die Wehrmänner trotz eines Unwetters. Voran geht es auch mit der Digitalisierung und der Einführung einer neuen Verwaltungssoftware. Die Hauptübung auf dem Birkenhof, bei der die Teamarbeit der Wehren Bissingen, Freiberg und Bietigheim gefragt war, fand Eingang in die Rede von Bürgermeister Volker Godel. Godel betonte, dass es sich bei der Feuerwehr um eine Gemeindeeinrichtung handelt, keinen Verein. Dies rechtfertige das technische Rüstzeug. Es war Godels letzte Feuerwehrhauptversammlung als Schultes, unter Applaus wurde er vom Kommandanten zum Ehrenmitglied ernannt.

Schriftführer Bernhard Burk ließ den ausgeglichenen Haushalt entlasten. Wolfgang Veigel von der Alterswehr freute sich über eine Spendensammlung der Jugendwehr für die Kriegsgräberfürsorge. Alexander Mann berichtete, was die Feuerwehrjugend in der Freizeit veranstaltet und der Maschinistenausbilder Marcus Nägele tat kund, dass zwei Bäume am Feuerwehrhaus neuen Parkplätzen weichen sollen. Sportwart Patrick Fritz erzählte, wie sich die Feuerwehrleute fit halten.

Jonas Lenz und Yanik Nägele wurden zu Feuerwehrmännern ernannt. Sie stehen noch ganz am Anfang dessen, was die Kameraden schon hinter sich haben, die bei der Hauptversammlung von Kreisbrandmeister Andy Dorroch und Andreas Fritz das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Dienst bekamen: Albrecht Fink, Rolf Nägele, Bernd Spielmann und Klaus Zeltwanger. Silber für 25 Jahre Dienst ging an Bernhard Burk. 15 Jahre sind Florian Bäßler, Marcel Eggert, Ralph Munz und Michael Nägele dabei. Bernhard Wildermuth und Robert Zeltwanger wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Zahlen zur Ingersheimer Feuerwehr


45 Männer und zwei Frauen gehörten 2019 zu den Einsatzkräften.

11 Jungen und zwei Mädchen sind in der Jugendfeuerwehr, 36 Männer bei der Alterswehr.

103 Feuerwehrleute waren es zum Jahreswechsel.

42 Mal musste die Ingersheimer Wehr im Jahr 2019 ausrücken. Zehn Einsätze waren Brandsicherheitswachen. Es gab drei Kleinbrände, einen Mittelbrand sowie 26 technische Hilfeleistungen sowie einen Fehlalarm. hro