Bildung Gymnasien präsentieren sich

Bietigheim-Bissingen / Vivien Staib 12.03.2018

Eltern, deren Kinder im kommenden Schuljahr auf eine weiterführende Schule kommen, haben derzeit die Qual der Wahl. Am Wochenende präsentierten sich unter anderem die Ellentalgymnasien der Öffentlichkeit.

Der Elternbeirat begrüßte die Besucher im Foyer, die sich dort erste Informationen einholen konnten. „Die Ellentalgymnasien arbeiten eng zusammen, so können wir den rund 1250 Schülern ein Maximum an Angeboten ermöglichen“, sagte Gerda Grawunder, die Schulleiterin eines der Gymnasien, im Gespräch. Der Tag der offenen Tür stieß auf reges Interesse. Viele Schüler halfen in den verschiedenen Fachschaften mit und stellten ihre Schule vor.

Alexander Thiessen und Benjamin Rast sind zwei dieser Schüler. Sie besuchen die Jahrgangsstufe 1 der Ellentalgymnasien und belegen den Neigungskurs Geografie: „Wir haben heute ‚Fairtrade’-Schokolade verkauft und mit den Viertklässlern gemeinsam spielerisch geografische Themen gelernt.“ Aus dem Klassenzimmer der Geografiefachschaft wurde der Eingang zum Regenwald.

Nach kniffligen Spielen zum Nachdenken fanden sich nicht weit entfernt in einem benachbarten Klassenzimmer die Historiker der Schule wieder. Der Raum war zu einem Playmobil-Paradies der Epochen geworden: Pyramiden des alten Ägypten, das Kolosseum in Rom samt Gladiatoren und eine Szene aus der Steinzeit standen für die Kinder zum Spielen bereit.

Die Französischlehrerinnen Silke Herrmann und Stefanie Bentz erzählten, dass Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam Lieder der französischen Popsängerin „Louane“ im Klassenzimmer sangen und den Programmpunkt „Alors, on chante!“ (deutsch: Also lasst uns singen!) fast perfekt umsetzen konnten.

À propos Musik: Die Ellentalgymnasien bieten unterschiedliche Musikklassen an, da ist es gar nicht so einfach, eine Wahl zu treffen: Man kann zwischen normalem Musikunterricht, Streicherklasse und Chorklasse wählen. Unabhängig davon können alle Schüler Musik-AGs ihrer Wahl besuchen.

Die zweite wählbare Sprache für die angehenden Fünftklässler stellt Latein dar. Die jetzigen Sechstklässler der Gymnasien unterbreiteten den Besuchern am Tag der offenen Tür ein einstudiertes Theaterstück mit dem Namen „Trubel auf dem Forum“. Anschließend gab es eine Latein-Schnupperstunde für Eltern.

Einen Höhepunkt für die Kinder stellten aber die lebenden Insekten der Biologiefachschaft dar: Es gab unter anderem eine Aus­tralische Gespensterschrecke zu bewundern, die „Mimikry“ betreibt, das heißt, sie tarnt sich, um sich vor ihren Feinden zu verstecken und schafft es so, in der Wildnis zu überleben.

Neues Profilfach

Die Ellentalgymnasien bieten neben der zweiten Fremdsprache Spanisch auch Naturwissenschaft und Technik (NwT) an. Ingo Knesch ist NwT- Physik- und Mathematiklehrer. Zusammen mit vielen sichtlich begeisterten Viertklässlern baute er „Airracer“. Das sind Modellautos, die die Kinder anschließend mit nach Hause nehmen durften. Er erzählte, dass die Gymnasien ein drittes Profil anstreben: IMP (Informatik, Mathematik und Physik) soll bereits ab kommendem Schuljahr angeboten werden (die BZ berichtete). „Jedes Jahr kommen ungefähr 200 Fünftklässler zu den Ellentalgymnasien hinzu. Der Tag der offenen Tür hilft den Eltern, das passende Schulprofil für ihr Kind zu finden und die Fächer und Angebote der Schule kennenzulernen“, fasste Schulleiterin Grawunder den Zweck der Veranstaltung zusammen.

Überschrift Infokasten einzeilig

Anlauf steht hier Text für einen dreispaltigen Infokasten. bz

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