Blitzer Gut getarnte Kontrolle von Temposündern

Kreis Ludwigsburg / Jonathan Lung 30.08.2018

Sie sind zumeist gut getarnt, schwer zu erkennen und schlagen gefühlt immer im falschen Moment zu: Mobile Radarfallen kontrollieren inner- und außerorts die Geschwindigkeit im Straßenverkehr, zusätzlich zu stationären Anlagen. Für die Überwachung außerhalb der Kommunen ist im Kreis das Polizeipräsidium Ludwigsburg zuständig. Innerorts liegt die Zuständigkeit bei den Kommunen.

Der Einsatz mobiler Radarfallen erfolge überwiegend an Stellen mit wiederholtem Unfallgeschehen, sagt Polizeisprecher Peter Widenhorn. Es komme vor, dass auf eine mobile Kontrolle auch eine langfristige stationäre durch einen regulären Blitzer erfolge, wenn die Messergebnisse bei der mobilen Kontrolle entsprechend viele Verstöße registrierten. Eine mobile Geschwindigkeitskontrolle kann einmal durch Videoüberwachung oder durch Lasermessgeräte erfolgen. In diesen Fällen wird der Temposünder mit den aufgezeichneten Beweisen nach der Tat konfrontiert. Beim Einsatz von Handmessgeräten durch Beamten wird der Fahrer direkt nach der Kontrolle heraus gewunken. Die Dauer der mobilen Kontrollen liege zwischen einer Stunde und einem Tag, so der Polizeisprecher.

Verkehrerziehungmaßnahme

Die mobilen Kontrollen fungierten als „langfristige Verkehrserziehungsmaßnahme“, so Widenhorn. Der Fahrer solle sich auch abseits der oft schnell bekannten stationären Blitzer an die Geschwindigkeitsbegrenzung gebunden fühlen. Die Wichtigkeit solcher Überwachungen sei enorm, betont er. Die bei den Kontrollen eingenommenen Gelder fließen an die zentrale Bußgeldstelle, „die Polizei hat nichts davon“, betont der Sprecher.

In Bietigheim-Bissingen werden mobile Radarfallen an sensiblen Orten wie beispielsweise Kindergärten oder Schulen eingesetzt. „Die Verkehrssicherheitslage ist ausschlaggebend“, betont Stadtsprecherin Anette Hochmuth.

Die äußerst häufig vorkommende Anwohnerbitte um verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in ihrer Straße und ihrem Viertel müsse jedoch erst geprüft werden, bevor man schließlich einen Blitzer aufstelle, so die Sprecherin,. „Es ist nicht so, dass man sich seinen Blitzer bestellen kann“, sagt sie. Die Einnahmen fließen in die Stadtkasse. Insgesamt handelt es sich bei den Bußgeldern um mehr als eine Million Euro jährlich.

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