Besigheim Grundstein für ein neues Ärztehaus

Strahlende Gesichter bei der Grundsteinlegung des Besigheimer  Ärtehauses.
Strahlende Gesichter bei der Grundsteinlegung des Besigheimer Ärtehauses. © Foto: Werner Kuhnle
Besigheim / Uwe Deecke 13.10.2018

Die Maschinen stehen bereit und können und sind betriebsbereit. Am Besigheimer Bahnhof soll im Zeitraum von knapp zwei Jahren das neue Ärztehaus entstehen, das Platz für elf Praxen und 20 Wohneinheiten bietet.

Zehn Millionen Euro nimmt die Firma Layher in die Hand um das für die Stadt Besigheim wichtige Projekt zu realisieren. Ein fünfstöckiges Gebäude mit zurückgesetzten oberen Geschossen, mit 50 Tiefgaragenstellplätzen und barrierefreiem Zugang. Neben der umliegenden Bebauung war das große Gebäude nicht ganz einfach durchzusetzen.

Nicht zu massiv

„Es ist ein wichtiges städtebauliches Projekt“, machte Bürgermeister Steffen Bühler in seiner Ansprache deutlich, ein Kompromiss aus den Vorstellungen den Planer und dem, was ein Gemeinderat genehmigen könne. So wurden die oberen Stockwerke mit Rücksicht auf die gegenüberliegenden Gebäude zurück gesetzt, um nicht zu massiv zu wirken. Es soll ein „medizinisches Versorgungszentrum“ werden, das die Ärzteversorgung in Besigheim langfristig sichert.

Der Ankermieter für das Erdgeschoss steht bereits fest: Hier wird in zwei Jahren ein Ableger der Bubeck-Praxen einziehen, die bereits jetzt schon gegenüber in der Weinstraße arbeiten. Allgemeinärztin Beata Breckwaldt ist hier mit ihrem Team auf 150 Quadratmeter untergebracht, wird aber nach dem Umzug auf 400 Quadratmetern im Erdgeschoss praktizieren.

Die Bubeck-Praxen, deren Ursprung in Vaihingen liegt, arbeiten derzeit in Vaihingen, Eberdingen, Sachsenheim, Lienzingen und Besigheim. „Der Verbund ist ein Modell gegen das Ärztesterben“, erklärte die Allgemeinmedizinerin, die dann in bester Bahnhofsnähe einen ebenerdigen Zugang für ihre Patienten bieten kann. Kein weiterer Allgemeinarzt soll in das Ärztehaus, sondern Fachärzte  für Innere Medizin oder Kieferorthopädie und Praxen für Physiotherapie.

Fast schon überbucht

Zwei Praxen seien noch zu haben, man sei in der Verhandlungsphase mit den Interessenten, sagte Philipp Layher bei der Grundsteinlegung. Albrecht Layher sieht das Ärztehaus bereits zwei Jahre vor der Fertigstellung als fast schon überbucht an.

Vor zwei Jahren habe man die Idee zum Projekt gehabt, man habe Einigung mit den Grundstückseigentümern erzielt und sei nun am Ziel.

„Wir wollen mit unserem Engagement die Stadt unterstützen, dabei spielt die Entwicklung des Weststadt eine bedeutende Rolle“, sagte Layher vor den Gästen am Freitagmorgen.

Am neuen Standort entstehe so eine der größten Arztpraxen der Gegend. Anfang 2020, so der Zeitplan, könnte das neue Ärztehaus eröffnet werden.

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