Kurz bevor das Museum Römerhaus Walheim Ende Oktober in die Winterpause geht, dreht der Förderverein Römerhaus noch einmal richtig auf. Der  Sonntag stand ganz im Zeichen von Familien mit ihren Kindern.

Die Macher des Römerhauses, Ursula Oswald und Markus Lorch, hatten mit ihren Mitstreitern einen Quiz- und Malparcours aufgebaut, auf dem sich die jungen Besucher damit auseinandersetzen konnten, wie die Menschen in unserer Region vor 1800 Jahren gelebt und gearbeitet  haben. Oder wie es damals gewesen sein könnte, denn nicht alle Rätsel der Geschichte sind gelöst.

Beim Römerquiz galt es Fragen zur Entwicklung der römischen Siedlung in Walheim - „Wieviele Legionäre haben in den beiden Kastellen gelebt?“ - oder zur römischen Götterwelt zu beantworten. Lösungen fanden sich für alle, die mit etwas Aufmerksamkeit die neuen Informationstafeln betrachteten, die seit der Wiedereröffnung im letzten Jahr das didaktische Konzept des Römerhauses prägen. Wer alle sieben Fragen richtig beantwortete, bekam ein Römerdiplom verliehen.

Daneben gab es Mitmachstationen, auch für kleinere Kinder, die sich mit den Themen Mosaik legen, Kräuter, Latein für Anfänger, Römische Spiele und Malen beschäftigten. Aber auch für erwachsene Besucher war es ein Erlebnis, das Museum, das im Wesentlichen aus den Überresten eines römischen Handelskontors und Lagerhauses besteht, so mit Leben erfüllt zu sehen wie am Sonntag. Mit Hingabe widmeten sich die Kinder der Herstellung und dem Entwurf von Mosaiken oder dem Ausfüllen ihrer Rätselbögen. Nicht nur am Sonntag, sondern auch im Walheimer Museumsalltag spielen Kinder und Jugendliche eine große Rolle, will man doch besonders Schulklassen ansprechen. Der Verein hat hierzu einen Rundgang für Kinder konzipiert und auch einen entsprechenden neuen Flyer entwickelt. Beides wird in die Arbeit mit Schulklassen eingebracht.