Gemmrigheim Gemmrigheimer Wald steht gut da

ROLAND WILLEKE 18.11.2015
Der Gemeinderat genehmigte jetzt den Forstbetriebsplan 2016 für den Gemeindewald. Revierförster Bernd Renner informierte in der jüngsten Sitzung über die aktuellen Zahlen.

Eine "schöne Holzversteigerung" versprach Revierförster Bernd Renner im Gemeinderat, als er den Forstbetriebsplan 2016 vorstellte. Zur Brennholzversteigerung Ende Februar oder Anfang März kündigte er 230 Festmeter und mehrere attraktive Flächenlose an. Insgesamt sollen heuer 440 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Damit liegt die Ernte unter dem langjährigen Hiebssatz von 500 Festmetern pro Jahr. Der Gemmrigheimer Wald wird 22 500 Euro Einnahmen bringen, schätzt Bernd Renner. Dem stehen Kosten in Höhe von 17 750 Euro gegenüber, so dass mit einem Ergebnis von 4750 Euro gerechnet werden kann.

In diesem Jahr sind keine Neupflanzungen geplant. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Kultursicherung, wie bei den im letzten Jahr gepflanzten Kirschen, und Durchforstungsaktionen in den jungen Eschen- und Ahornbeständen. Auch die Douglasien werden durchforstet. Hier werden sogenannte Zukunftsbäume ausgewählt, die bis auf eine Höhe von fünf Metern geastet werden, um schöne, astfreie und damit wertvolle Stämme zu erhalten.

"Wir brauchen jetzt richtig viel Winterfeuchte", sagte Bernd Renner zum allgemeinen Zustand des Gemmrigheimer Walds, der sich nach dem trockenen Sommer aber in einem besseren Zustand befinde als die Wälder im Stromberg.

Auch unter dem Frühjahrssturm im März hat der Gemmrigheimer Wald kaum gelitten. Laut Michael Herb, dem stellvertretenden Leiter des Bereichs Forsten im Landratsamt, sind in Gemmrigheim 20 Kubikmeter dem Sturm zum Opfer gefallen. Auch im Landkreis sei man mit einem blauen Auge davon gekommen. Zwischen 1000 und 2000 Kubikmeter seien bei dem Sturm gefallen, bei einem Gesamteinschlag von 60 000 Kubikmetern.

Kurz ging Herb auf das Kartellverfahren wegen des Holzverkaufs ein. Man warte auf eine richterliche Entscheidung, nachdem das Bundeskartellamt vom Sofortvollzug seiner Maßnahmen abgesehen habe. Den Holzverkauf für den Kommunalwald habe man zum 1. September an eine Holzverkaufsstelle ausgelagert. Für die Kommunen ändere sich im Moment überhaupt nichts, was Bürgermeisterin Monika Chef mit Erleichterung aufnahm.